Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
25.03.2017 - 15:17
Foto: APA/ZB/Britta Pedersen / Video: Ruptly.TV, krone.tv

Lkw- Bremssystem verhinderte noch mehr Tote

28.12.2016, 18:49

Bei dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt hat laut Medienberichten offenbar ein automatisches Lkw- Bremssystem verhindert, dass der Attentäter seine tödliche Fahrt fortsetzen konnte. Der technischen Vorrichtung am Lastwagen sei es demnach zu verdanken, dass nicht noch mehr Menschen ums Leben gekommen sind.

Zunächst war spekuliert worden, der polnische Lastwagenfahrer könne dem Berlin- Attentäter ins Lenkrad gegriffen und damit Schlimmeres verhindert haben. Offenbar war der Pole jedoch schon einige Zeit vor dem Anschlag durch einen Kopfschuss verwundet worden und somit nicht mehr handlungsfähig.

Foto: APA/ZB/Britta Pedersen
Der Tunesier Anis Amri richtete im Dezember in Berlin ein Blutbad an.
Foto: AFP/HO

Der Lastwagen sei nur deshalb nach 70 bis 80 Metern zum Stehen gekommen, weil die Zugmaschine mit einem automatischen Bremssystem ausgerüstet war, berichteten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR nun unter Berufung auf Ermittler. Diese Vorrichtung reagiere auf einen Aufprall und betätige dann automatisch die Bremsen. "Diese Technik hat Leben gerettet", zitierten die Medien Berliner Regierungskreise.

Foto: YouTube.com

Wäre der Lastwagen damit noch nicht ausgerüstet gewesen, wären wohl viel mehr Menschen gestorben. Bei einem ähnlichen Anschlag in Nizza am 14. Juli 2016 waren auf der Uferpromenade mehr als 80 Passanten getötet worden.

Amri war vor Anschlag mehrfach Thema im Terror- Abwehrzentrum

Wie "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR weiter berichteten, hatte sich das Gemeinsame Terrorismus- Abwehrzentrum (GTAZ) in Berlin zwischen Februar und November dieses Jahres mindestens siebenmal mit dem mutmaßlichen Attentäter Anis Amri beschäftigt. Interne Behördenunterlagen, die nur fünf Tage vor dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt entstanden, beschreiben demnach Amris Werdegang in Deutschland.

Foto: AFP/BKA, APA/FATHI NASRI

Demnach habe der Tunesier im Internet Anleitungen zum Bau von Rohrbomben und zur Herstellung von Sprengstoffen wie TNT gesucht. Zudem habe er offenbar schon im Februar Kontakt zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat gesucht und sich als Selbstmordattentäter angeboten. Mindestens zweimal sei im GTAZ die Frage diskutiert worden, ob Amri einen konkreten Anschlag in Deutschland plane. Beide Male sei dies als unwahrscheinlich eingestuft worden.

Amri hatte am Montag vergangener Woche den Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert. Bei dem Anschlag wurden zwölf Menschen getötet, darunter der polnische Lkw- Fahrer. In der Nacht auf Freitag wurde Amri nach mehrtägiger Flucht in einem Mailänder Vorort bei einer Polizeikontrolle getötet.

Anis Amri wollte sich in Mailand einer Kontrolle entziehen und wurde von der Polizei erschossen.
Foto: APA/AFP/POLICE JUDICIAIRE/HANDOUT, AP

Kontaktmann Amris in Berlin festgenommen

Nach dem Anschlag suchen die Ermittler weiter nach möglichen Komplizen des Attentäters. So wurde am Mittwoch ein mutmaßlicher Kontaktmann Amris in Berlin festgenommen . Es soll sich um einen 40- jährigen Tunesier handeln, der in Berlin lebt. Im Mobiltelefon, das am Tatort gefunden worden war, war die Nummer des Festgenommenen gespeichert. "Die weiteren Ermittlungen deuten darauf hin, dass er in den Anschlag eingebunden gewesen sein könnte", hieß es in einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft.

Redaktion
krone.at
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum