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30.09.2016 - 18:59
Foto: APA/HERBERT NEUBAUER

Lange arbeitslos? Wie es mit dem Job klappen kann

24.08.2016, 06:00

Es ist zermürbend, lange Zeit arbeitslos zu sein und trotz unzähliger Bewerbungen und passender Qualifikation immer nur Absagen zu bekommen. Wie Sie aus dieser Situation wieder herauskommen können, erfahren Sie hier.

Der Arbeitsmarkt scheint für Jobsuchende immer schwieriger zu werden. Ganz egal, wie qualifiziert man ist, kaum jemand ist davor gefeit, etliche Monate und nicht selten sogar länger auf Jobsuche zu sein. Das kratzt am Selbstwertgefühl, und zwar gewaltig. Und es ist ganz schön schwierig, dabei die Motivation nicht zu verlieren, sondern weiterzusuchen. Und manchmal machen auch schon kleine Anpassungen in der Suchstrategie einen großen Unterschied.

Masse UND Klasse

Machen Sie sich zunächst klar, dass Absagen ganz normal sind - Sie müssen dazu nur einen Blick auf aktuelle Arbeitslosenstatistiken werfen. Je mehr Menschen auf der Suche sind, desto schwieriger ist es meist zu überzeugen. Umgekehrt bedeutet das aber auch, je mehr - gezielte und qualitativ hochwertige - Bewerbungen Sie versenden, desto größer ist Ihre Chance, einen Treffer zu landen.

Setzen Sie sich ein Ziel, wie viele Bewerbungen Sie senden wollen, zum Beispiel zwei pro Tag. Widmen Sie diesen Schreiben wirklich Zeit, gehen Sie auf die exakten Anforderungen der Stellenanzeige ein und erklären Sie, warum gerade Sie der richtige Kandidat sind. Denn so erhöhen Sie Ihre Chancen, positiv wahrgenommen und ausgewählt zu werden.

Timing der Absage

Erhalten Sie Absagen meist nach etwa zwei bis drei Wochen, müssen Sie nicht an der Qualität Ihres Bewerbungsschreibens oder Ihres Bewerbungsgesprächs zweifeln. Denn bei derartigen Zeitspannen können Sie davon ausgehen, dass Sie vom Personaler ernsthaft in Erwägung gezogen wurden und es eine knappe Entscheidung zwischen Ihnen und anderen Kandidaten war.

Bekommen Sie Absagen sofort, sollten Sie wirklich kritisch mit sich sein: Bewerben Sie sich auf die Ihrer Qualifikation entsprechenden Positionen? Oder überschätzen Sie Ihren Marktwert? Und wie sieht es mit der Qualität Ihrer Bewerbungsunterlagen aus? Sind diese richtig und aussagekräftig? Individuell und ansprechend genug? Oder gibt es darin Widersprüche und Fehler?

Aktiv nachfragen

Es ist durchaus möglich, nach der Absage beim Personalverantwortlichen nachzufragen, woran es gescheitert ist. So können Sie wertvolle Inputs für Ihre nächsten Bewerbungen bekommen.

Online- Präsenz

Googeln Sie sich. Schauen Sie, was Sie über sich finden und ergreifen Sie gegebenenfalls Korrekturmaßnahmen. Bringen Sie Profile in sozialen Netzwerken auf den aktuellsten Stand und machen Sie sich für Personaler attraktiv.

Wie Sie sich motivieren können

Lenken Sie sich ab. Je verbissener man sucht, desto schwieriger wird es - besonders, da man verzweifelt wirkt, und das ist nicht unbedingt die Ausstrahlung, nach der gesucht wird. Machen Sie sich bewusst, was Sie können und bereits erreicht haben. Seien Sie stolz auf Ihren bisherigen Werdegang und auf das, was Sie sich erarbeitet haben - oder eben auf den Mut, neue Wege einzuschlagen. Selbstvertrauen ist eine wichtige Zutat für die erfolgreiche Jobsuche.

Zeit überbrücken

Je länger man bereits zu Hause ist, desto schwieriger wird es, sich bei einem Personalverantwortlichen gut zu verkaufen. Nutzen Sie daher die Zeit für sinnvolle Weiterbildungsmaßnahmen. Das AMS bietet unzählige Kurse an, aber auch private Anbieter wie das WIFI oder das BFI haben zahlreiche gute Weiterbildungsangebote. So bekommt Ihr Tag Struktur, Sie werden wieder gefordert und können im Lebenslauf etwas erwähnen. Auch gibt es für Weiterbildungsmaßnahmen zahlreiche Förderungen, sodass die finanzielle Belastung nicht allzu groß ist.

Einladung zum Bewerbungsgespräch

Wenn Sie eingeladen werden, üben Sie vorher die wichtigsten Fragen mit einem Freund oder Ihrem Partner. Sie sollten gute Antworten auf die Frage nach Ihrem Werdegang, dem Grund Ihrer Arbeitslosigkeit und zu Ihren Stärken und Schwächen vorbereitet haben. Gehen Sie vor dem Gespräch zum Friseur und kleiden Sie sich so, dass Sie sich gut und sicher fühlen.

24.08.2016, 06:00
lhi, krone.at
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