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24.02.2017 - 17:31
Foto: APA/Barbara Gindl

Künftig bis zu 70% weniger Schnee in den Alpen

16.02.2017, 19:35

In den Alpen wird die Schneedecke durch die Klimaerwärmung bis Ende des Jahrhunderts um bis zu 70 Prozent abnehmen und die Skisaison bis zu einem Monat später beginnen als heute. Ohne Reduktion klimaschädlicher Emissionen werden dann nur noch Gebiete über 2500 Meter genug Naturschnee zum Skifahren haben. Das zeigt eine Studie Schweizer Forscher, nach deren Angaben dies auch für Österreich gilt.

Viele Orte in den Alpen verzeichneten 2016 den schneeärmsten Dezember seit Messbeginn vor rund 150 Jahren, schreiben die Wissenschafter um Christoph Marty vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos in einer Aussendung. Auch in Österreich gab es in vielen Regionen extreme Trockenheit, die Niederschlagsmenge lag laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) österreichweit gesehen um 79 Prozent unter dem Mittel. Der geringe Niederschlag in Verbindung mit hohen Temperaturen auf den Bergen hatte zur Folge, dass die Neuschneemenge selbst im Hochgebirge meist um 60 bis 75 Prozent unter einem durchschnittlichen Dezember lag.

Ergebnisse auch auf Österreich übertragbar

Für ihre im Fachjournal "The Cryosphere" veröffentlichte Studie haben die Schweizer Forscher detaillierte Hochrechnungen erstellt, die auf zahlreichen aktuellen sowie vergangenen Wetterdaten und verschiedenen Klimaerwärmungsszenarien beruhen. Wie Marty auf Anfrage erklärte, können die Ergebnisse auch auf Österreich übertragen werden: "Die Resultate müssten theoretisch ziemlich ähnlich sein, weil die erwartete Temperaturerwärmung im ganzen Alpenbogen ähnlich ist."

Auch in Bergen vermehrt grüne Weihnachten

Gemeinsam mit den Kollegen von der Eidgenössisch Technischen Hochschule Lausanne zeigten die SLF- Forscher, dass sich die Bergregionen in Zukunft vermehrt auf grüne Weihnachten einstellen müssen. Die Schneedecke in den Alpen werde bis Ende des Jahrhunderts in allen Höhenlagen und für alle Emissionsszenarien geringer werden. Am stärksten betroffen seien Gebiete unterhalb von 1200 Metern Seehöhe, aber selbst oberhalb von 3000 Metern sei eine Abnahme von rund 40 Prozent zu erwarten.

Redaktion
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