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24.09.2017 - 21:39
Foto: AFP

Kabul: "Wushu- Frauen" kämpfen gegen Unterdrückung

03.02.2017, 15:19

Wushu ist eigentlich eine jahrhundertealte chinesische Kampfkunst, die unter anderem durch Jackie Chan und Jet Li im Westen populär geworden ist. In Afghanistan dient der Sport zahlreichen Frauen als Waffe im Kampf gegen die massive Unterdrückung durch die Männer. Die "Wushu- Frauen" von Kabul wollen sich nicht nur wehren können, sondern haben sich auch zum Ziel gesetzt, die sozialen und kulturellen Barrieren für Frauen niederzureißen.

Sima Azimi hat vor zwei Jahren einen Wushu- Verein für Frauen in Kabul gegründet. Sie selbst hatte sich die chinesische Kampfkunst, die es als reine Choreografie bis hin zum Vollkontakt- Duell zweier Kämpfer gibt, im Iran angeeignet. Die heute 20- Jährige war vor 18 Jahren vor den Taliban ins Nachbarland geflohen. Sie ist eine Vertreterin der Hazara, einer schiitischen Minderheit. Auch nach dem Sturz des Taliban- Regimes müssen die Hazara einige Regionen des Landes am Hindukusch meiden, um sich vor Anfeindungen und Gewalt zu schützen.

Sima Azimi (in der Mitte) mit ihren Schützlingen
Foto: AFP

Zunächst traute sich kaum ein Mädchen ins Studio

Selbst in Kabul hatte es Azimi zunächst schwer, wie sie gegenüber der Nachrichtenagentur AFP schildert. Aus diesem Grund habe ihr Vater sie, wo immer er konnte, unterstützt. Anfangs habe sich kaum ein Mädchen in ihr Studio getraut. Mittlerweile nehmen regelmäßig bis zu 20 Kämpferinnen an den Trainings teil. "Mein Hauptziel ist die Gleichheit zwischen Frauen und Männern. Ich ermuntere daher alle Mädchen, die kulturellen Barrieren niederzureißen und Wushu zu verbreiten", sagt Azimi.

Für einen Fototermin mit AFP haben sich die Frauen mit den eisernen Fäusten und den scharfen Schwertern auf schneebedeckten Hügeln über Kabul versammelt. Dass mit den "Wushu- Frauen" mit Sicherheit nicht zu scherzen ist, beweisen diese Fotos:

Sima Azimi beim Bearbeiten des Sandsacks
Foto: AFP
Azimi kann auch "fliegen".
Foto: AFP
Dehnungsübungen sind sehr wichtig.
Foto: AFP
Foto: AFP

Redakteur
Gabor Agardi
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