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08.12.2016 - 16:07
US-Präsident Barack Obama am Sarg von Shimon Peres
Foto: AP

Jerusalem: Die Welt nahm Abschied von Shimon Peres

30.09.2016, 16:47

Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen haben am Freitag in Jerusalem Dutzende Spitzenpolitiker aus aller Welt am Begräbnis des verstorbenen israelischen Ex- Präsidenten und zweifachen Ex- Premiers, Friedensnobelpreisträger Shimon Peres, teilgenommen. Österreich war durch Nationalratspräsidentin Doris Bures, Altbundespräsident Heinz Fischer und Außenminister Sebastian Kurz vertreten.

Laut israelischen Angaben waren mehr als 90 Delegationen aus rund 70 Ländern angereist. Auf dem Nationalfriedhof am Herzl- Berg eingefunden haben sich unter anderem US- Präsident Barack Obama, der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck, der französische Staatschef Francois Hollande und der britische Thronfolger Prinz Charles. Ebenso anwesend waren der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas und der ägyptische Außenminister Sameh Shukri.

Außenminister Sebastian Kurz in Jerusalem
Foto: APA/BMEIA/Dragan Tatic
Nationalratspräsidentin Doris Bures am Herzl-Berg
Foto: APA/BUNDESHEER/Peter Lechner
Obama erwies Peres die letzte Ehre.
Foto: APA/AFP/THOMAS COEX
Prinz Charles im Gespräch mit Frankreichs Präsident Francois Hollande
Foto: ASSOCIATED PRESS
Auch der britische Außenminister Boris Johnson war unter den Trauergästen.
Foto: APA/AFP/THOMAS COEX
Ex-US-Präsident Bill Clinton am Nationalfriedhof
Foto: APA/AFP/MENAHEM KAHANA

Netanyahu: "Ein großer Mann für Israel und die Welt"

Israels Premier Benjamin Netanyahu sagte in seiner Traueransprache, Peres sei "ein großer Mann für Israel und für die Welt" gewesen. "Israel trauert und die Welt trauert." Netanyahu hatte vor Beginn der Feier Palästinenserpräsident Abbas die Hand geschüttelt. Abbas, der von Peres' Familie eingeladen worden war, saß bei der Zeremonie in der ersten Reihe.

Foto: APA/AFP/THOMAS COEX
Palästinenserpräsident Abbas neben EU-Ratspräsident Tusk (li.) und Ungarns Premier Orban
Foto: AP

Obama: Friedensprozess muss fortgesetzt werden

Obama rief bei der Trauerfeier zur Fortsetzung der Friedensbemühungen von Peres auf: "Die Verantwortung liegt in den Händen der nächsten Generation Israels." Peres habe begriffen, dass "die Juden nicht dazu bestimmt sind, über ein anderes Volk zu herrschen. Er hat verstanden, dass Palästinenser als Menschen gleichberechtigt sein und ein Recht zur Selbstbestimmung haben müssen. Ich glaube nicht, dass er naiv war." Peres habe gewusst, dass die Sicherheit Israels von einer Friedensregelung in der Region abhänge.

Foto: APA/AFP/NICHOLAS KAMM

Nach langer Politkarriere 93- jährig verstorben

Bereits am Donnerstag hatten sich rund 50.000 Israelis an Peres' Sarg, der vor dem Parlament, der Knesset, aufgebahrt war, von dem Staatsmann verabschiedet. Peres war am Mittwoch im Alter von 93 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Er gehörte zur Generation der politischen Gründerväter Israels, war zweimaliger Premier und von 2007 bis 2014 Präsident seines Landes. 1994 hatte er als einer der Förderer des Osloer Abkommens gemeinsam mit dem damaligen israelischen Regierungschef Yitzhak Rabin und Palästinenserführer Yasser Arafat den Friedensnobelpreis bekommen.

30.09.2016, 16:47
AG/red
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