Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
28.07.2017 - 18:28
Birgitta Jonsdottir könnte Regierungschefin in Island werden.
Foto: APA/AFP/HALLDOR KOLBEINS

Island bald unter Herrschaft der Piraten?

02.12.2016, 21:48

Nach zwei gescheiterten Anläufen der Regierungsbildung sind in Island die Piraten am Zug. Der isländische Präsident Gudni Thorlacius Johannesson erteilte Piraten- Politikerin Birgitta Jonsdottir am Freitag das Mandat, eine Regierung zu bilden.

Ob die Partei im Falle eines Erfolgs auch den Ministerpräsidenten stellen werde, sei noch nicht entschieden, sagte Jonsdottir nach ihrem Treffen mit dem Präsidenten. "Nichts ist ausgeschlossen", so die 49- jährige Politikerin, die nicht offiziell Parteichefin ist. "Ich hoffe, dass wir alle einen Weg finden können, zusammenzuarbeiten." Zuvor hatten bereits der konservative Parteichef Bjarni Benediktsson und die Links- Grüne Katrin Jakobsdottir erfolglos versucht, mit anderen Parteien über eine Koalition zu verhandeln.

Vom dritten Platz in die Regierung?

Nach der wegen der Enthüllungen der Panama Papers vorgezogenen Parlamentswahl auf der Insel Ende Oktober hatten die Piraten nach Konservativen und Links- Grünen die drittmeisten Stimmen erhalten.

Jonsdottir will sich nun um eine Koalition mit Links- Grünen, Sozialdemokraten sowie den recht neuen Parteien "Bright Future" und "Vidreisn" bemühen. Mit 34 Mandaten hätten die fünf Parteien eine Mehrheit im 63 Sitze zählenden Parlament. Sollte es Jonsdottir gelingen, eine Regierung zu bilden, wäre das die erste unter Führung der Piraten überhaupt.

Zusammenarbeit mit WikiLeaks

Jonsdottir erlangte im Jahr 2010 internationale Berkanntheit, als sie gemeinsam mit WikiLeaks- Gründer Julian Assange das sogenannte Collateral- Murder- Video  veröffentlichte. Die zuvor unter Verschluss gehaltenen Aufnahmen zeigen, wie ein Kommando der US- Armee im Irak das Feuer auf eine Gruppe angeblicher Aufständischer eröffnet. Im Kugelhagel sterben zwei Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters, zwei Kleinkinder werden schwer verletzt. Man hört auch die menschenverachtenden Funksprüche der beteiligten Soldaten. Einer davon lautet: "Oh ja, schau runter auf die toten Bastarde. Gut geschossen!" Die Aufnahmen stammen aus dem Jahr 2007.

Ausschnitt auf dem "Collateral Murder"-Video
Foto: AFP/picturedesk.com

02.12.2016, 21:48
red/AG
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum