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26.06.2017 - 05:22
Der Riss im Larsen-C-Schelfeis vom Flugzeug aus gesehen
Foto: NASA/John Sonntag

In Antarktis droht riesiger Eisberg abzubrechen

09.01.2017, 09:25

In der Antarktis könnte bald ein neuer riesiger Eisberg entstehen, der mit einer Fläche von rund 5000 Quadratkilometern beinahe doppelt so groß ist wie das Bundesland Vorarlberg. Nach Angaben britischer Forscher wird sich der Koloss vermutlich vom Larsen- C-Schelfeis im Polarmeer lösen.

"Ich wäre erstaunt, wenn er nicht in den nächsten Monaten abbricht", zitierte die britische Swansea- Universität den Forscher Adrian Luckman. Der Gigant würde dann zu den zehn größten jemals registrierten Eisbergen gehören, so der Wissenschaftler, der das MIDAS- Projekt leitet, das auch Satelliten- Bilder aus dieser antarktischen Region auswertet.

Riss im Eis schon länger beobachtet

Schon seit längerem hatten die Forscher einen Riss in den Eismassen beobachtet. Im Dezember habe sich dieser Spalt plötzlich um 18 Kilometer verlängert, teilte die Hochschule mit. Nun wird der Koloss nur noch von einer etwa 20 Kilometer langen eisigen Verbindungsstelle gehalten.

Der 300 bis 500 Meter tiefe Spalt, fotografiert aus der Luft
Foto: NASA/John Sonntag

Spalt ist vermutlich 160 Kilometer lang

"Der Spalt ist insgesamt wahrscheinlich 160 Kilometer lang und 300 bis 500 Meter tief", sagte der ebenfalls an dem Projekt beteiligte Forscher Martin 0'Leary am Samstag. Ein direkter Zusammenhang mit dem Klimawandel sei nicht erkennbar.

Kurzfristige Folgen dürfte das Abbrechen des Eis- Giganten nach Angaben der Forscher nicht haben. Sie fürchten aber, dass das Schelfeis weiter kalbt und eventuell langfristig instabil wird. "Aber das ist schwer vorauszusagen", betonte Luckman.

Eismassen unter ständiger Beobachtung

Laut Angaben der US- Weltraumbehörde NASA gehen in der Antarktis Jahr für Jahr bis zu 45 Millionen Tonnen Eis verloren. Das Larsen- Eisschelf ist schon seit 25 Jahren schwer betroffen. Zuletzt verschwanden 2002 beim Abbruch von Larsen B mit einem Schlag 720 Milliarden Tonnen Eis.

Redaktion
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