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28.04.2017 - 05:54
Patricia mit ihrer Anwältin Astrid Wagner. Das Mädchen will seiner Freundin Leonie (re.) verzeihen.
Foto: "Krone", Astrid Wagner

"Ich wollte nie, dass dir so stark wehgetan wird"

17.12.2016, 17:06

Eine 15- Jährige wird auf Anweisung einer Gleichaltrigen von einer Gruppe Jugendlicher verprügelt. Das Video von der Gewaltaktion verbreitete sich im November wie ein Lauffeuer im Internet. Nun steht die Versöhnung der Haupttäterin und des Opfers bevor.

Patricia und Leonie - beide Kinder aus desolaten Familienverhältnissen, beide immer wieder in Kriseninterventionszentren untergebracht - waren lange Zeit hindurch "beste Freundinnen". Verbrachten zusammen viel Zeit auf der Straße, gehörten einer "problematischen" - polizeibekannten - Clique an.

Bestrafungsaktion in U- Bahn- Station

Ende Oktober zerstritten sich die zwei Mädchen. Es ging um ein ausgeborgtes, nicht zurückgegebenes Handy - und wahrscheinlich auch um einen Burschen, der mit Leonie Schluss gemacht hat und danach mit Patricia oft ausgegangen ist.

Patricia (links) erlitt einen doppelten Kieferbruch. Rechts: eine Szene aus dem Prügelvideo
Foto: facebook.com

Und dann kam es in einer Wiener U- Bahn- Station zu der absurden Bestrafungsaktion , bei der Patricia einen Kieferbruch erlitt. Leonie sitzt seitdem in der Justizanstalt Josefstadt in U- Haft.

"Habe Leonie früher sehr gemocht"

Vergangene Woche hat sie an ihr Opfer einen Entschuldigungsbrief geschrieben: "Ich wollte nie, dass Dir so stark wehgetan wird! Bitte glaub mir das!" Patricias Reaktion? "Ich habe Leonie früher sehr gemocht. Wenn sie wieder in Freiheit ist, werde ich mich mit ihr ausreden. Ich glaube, dass ich ihr verzeihen kann." Vielleicht kommt es sogar noch vor Weihnachten zu dem Versöhnungsgespräch.

Der komplette Brief von Leonie an Patricia zum Durchklicken:

"Leonie tut das Geschehene aufrichtig leid", sagt ihre Verteidigerin Daniela Schiesl. "Sie hofft nichts mehr, als dass Patricia ihr vergeben kann." Am 23. Dezember findet Leonies nächste Haftverhandlung statt. Ein Umzug von ihrer Zelle in eine betreute Jugend- WG ist von der Justiz bereits angedacht.

Martina Prewein, Kronen Zeitung

Redaktion
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