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29.09.2016 - 20:38
Mischt die Republikaner auf: Donald Trump
Foto: APA/AFP/Getty Images/Aaron P. Bernstein

"Ich arbeite eher für Kim Jong Un als für Trump"

03.03.2016, 22:56

Rund 70 ehemals hochrangige republikanische Außen- und Sicherheitspolitiker haben sich in einem gemeinsamen Brandbrief gegen eine US- Präsidentschaftskandidatur des umstrittenen Milliardärs Donald Trump ausgesprochen. "Trumps Äußerungen lassen uns zu dem Schluss gelangen, dass er als Präsident die Autorität seines Amtes nutzen würde, um auf eine Weise zu handeln, die Amerika weniger sicher machen würde", heißt es in dem Schreiben. Außerdem würde das Ansehen der USA in der Welt vermindert.

Die Initiatoren veröffentlichten den Brief  am Donnerstag auf dem Politikblog War on the Rocks - kurz nach Trumps Siegeszug bei den Vorwahlen am Dienstag , mit dem er seine Rolle als Favorit auf die Kandidatur der Republikaner für die Präsidentenwahl festigte. Die Unterzeichner, zu denen etwa Ex- Weltbank- Chef Robert Zoellick oder Ex- Heimatschutzminister Michael Chertoff zählen, halten fest, als "treue Republikaner" sei es ihre Aufgabe, "die Wahl von jemanden zu verhindern, der so völlig unpassend für das Amt ist". Trumps Auffassung, wie ein Präsident gegen Widersacher vorgehen dürfe, stelle eine "deutliche Bedrohung der Bürgerrechte in den USA" dar.

"Trump objektiv gefährlicher als Kim Jong Un"

Der Brief erteilt einer ganzen Reihe von Trumps außenpolitischen Vorschlägen eine Absage, etwa auf Kosten Mexikos eine Mauer entlang der Grenze zu den USA zu bauen. Auch Trumps antimuslimische Kommentare werden zurückgewiesen. Max Boot, einer der Unterzeichner und außenpolitischer Berater des 2012 gescheiterten Kandidaten Mitt Romney, meint, er würde eher für Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un arbeiten als für Trump. "Ich glaube, Donald Trump ist objektiv gefährlicher als Kim Jong Un - und weniger stabil."

Donald Trump
Foto: AP

Der Brief wurde sowohl von Vertretern des moderaten als auch des neokonservativen Parteiflügels unterschrieben, die für eine starke internationale Rolle der USA eintreten und von denen viele während der Präsidentschaft von George W. Bush zwischen 2001 und 2009 wichtige Ämter innehatten. Auch im Ausland wächst die Sorge, welchen Kurs die USA unter einem Präsidenten Trump fahren könnten.

Republikanisches Establishment aufgescheucht

Während der 69- Jährige Milliardär mit seinen konfrontativen Auftritten und populistischen Äußerungen bei vielen an der Parteibasis gut ankommt, befürchtet die Führung der Republikaner, dass mit ihm die landesweite Abstimmung im November gegen die Demokraten nicht zu gewinnen ist, weil seine Ansichten nicht mehrheitsfähig sind. Das republikanische Establishment versucht deshalb fieberhaft, Trumps Durchmarsch bei den Vorwahlen doch noch aufzuhalten.

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03.03.2016, 22:56
AG/red
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