Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
06.12.2016 - 01:23
Foto: AFP

Hunderte vor Randalen in Flüchtlingslager geflohen

02.06.2016, 14:35

Im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos haben am Donnerstag Asylbewerber aus Pakistan und Afghanistan aufeinander eingeschlagen. "Drei Menschen wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht", sagte ein Polizeisprecher. Hunderte Familien mit Kindern wurden aus dem Lager in Sicherheit gebracht. Afghanische und pakistanische Flüchtlinge gingen mit Holzstangen und Steinen aufeinander los. Zwei der drei Schwerverletzten sind Pakistaner, sie erlitten Kopfverletzungen. 30 Zelte gingen in Flammen auf.

Bis zum Mittwoch wurden fast 3000 Flüchtlinge in Moria festgehalten, die meisten haben Asyl in Griechenland beantragt, um nicht in die Türkei und von dort in ihre Herkunftsländer abgeschoben zu werden. Zwar dürfen sie nur 25 Tage interniert werden, doch danach dürfen sie die Insel aber auch nicht verlassen, bis über ihre Asylanträge entschieden ist. Hilfsorganisationen haben dies immer wieder heftig kritisiert.

Foto: AFP

Nach den Unruhen in der Nacht auf Donnerstag haben fast 1000 Flüchtlinge das Camp nun verlassen. Sie suchten in den umliegenden Feldern Schutz oder wurden in andere Lager gebracht.

Bürgermeister hat Verständnis für Ausschreitungen

Ein Sprecher des UN- Flüchtlingshochkommissariats auf Lesbos, Boris Cheshirkov, sagte, nach den Ausschreitungen habe sich die Situation wieder normalisiert. Der Bürgermeister der Insel, Spyros Galinos, zeigte Verständnis für die Aggression in Moria. Die Menschen säßen dort monatelang fest und seien von der Abschiebung bedroht, nachdem sie für die Flucht ein Vermögen bezahlt hätten. "Die Bedingungen sind psychisch und physisch extrem belastend", sagte Galinos.

Foto: AFP

Insgesamt werden bis zu 8500 Flüchtlinge auf den griechischen Ägäis- Inseln festgehalten. Seit der Schließung der Balkanroute im Februar gelingt nur noch wenigen einen Weiterreise in Richtung Nordwesteuropa. Mehr als 50.000 Flüchtlinge sind aktuell in Griechenland gestrandet.

02.06.2016, 14:35
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum