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11.12.2016 - 07:39
Foto: NASA/ESA

"Hubble" macht Fotos von Auroras auf dem Jupiter

03.07.2016, 08:09

Das Weltraumteleskop "Hubble" hat spektakuläre Bilder von Auroras auf dem Nordpol des Jupiters zur Erde gefunkt. Die Leuchterscheinungen entstehen wenn hochenergetische Partikel in der Nähe der magnetischen Pole in die Atmosphäre des Planeten eintreten und mit Gas- Atomen kollidieren. Aufgenommen wurden die Nordlichter im UV- Bereich, berichtet die Europäische Raumfahrtbehörde ESA auf ihrer "Hubble"- Website.

"Diese Polarlichter sind sehr dramatisch und zählen zu den aktivsten, die ich je beobachtet habe. Es sieht beinahe so aus, als wolle der Jupiter zur Begrüßung von 'Juno' (die Sonde wird am 5. Juni in eine Bahn um den Gasriesen einschwenken, Anm.) ein regelrechtes Feuerwerk veranstalten", wird Jonathan Nichols von der University of Leicester auf der "Hubble"- Website der ESA zitiert.

Die Ausdehnung der energiereichen Polarlichter ist größer als die ganze Erde und Hunderte Male energiereicher sind als irdische Auroras (Polarlichter). Sie leuchten vor allem im UV- Bereich (im Bild werden sie blau wiedergegeben) und sind im sichtbaren Licht eher unauffällig. Entdeckt wurden sie erstmals 1979, als die US- Raumsonde "Voyager 1" dicht am Riesenplaneten vorbeiflog. Die neuen "Hubble"- Aufnahmen zeigen, dass die Auroroas auf Jupiter äußert aktiv sind und sich ständig verändern, berichten die Forscher.

Jupiter größter Planet unseres Sonnensystems

Mit einem Durchmesser von rund 143.000 Kilometern ist Jupiter der mit Abstand größte Planet unseres Sonnensystems. Er ist nach dem römischen Gott Jupiter benannt, zählt zu den Gasplaneten ("Gasriesen") hat keine sichtbare feste Oberfläche und besitzt ein starkes Magnetfeld. Umkreist wird er von 67 bekannten Monden, von denen Ganymed mit einem Durchmesser von 5262 Kilometern der größte Mond im Sonnensystem ist.

Der Große Rote Fleck auf dem Jupiter
Foto: NASA

"Hubble" kreist seit 26 Jahren im Weltall

Das Weltraumteleskop "Hubble" ist ein gemeinsames Projekt der US- Weltraumbehörde NASA und ihrem europäischen Pendant ESA. Es ist ein Observatorium für sichtbares und UV- Licht sowie Infrarotstrahlung und umkreist die Erde in einer Höhe von 575 Kilometern innerhalb von 96 Minuten einmal. "Hubble" wurde am 24. April 1990 im Zuge der Spaceshuttle- Mission STS- 31 ins All geschossen.

Das Weltraumteleskop "Hubble" im Erdorbit
Foto: ESA

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wed, krone.at
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