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24.07.2017 - 02:29
Foto: NASA, ESA, M.H. Wong & J. Tollefson (UC Berkeley)

"Hubble" entdeckt neuen schwarzen Fleck auf Neptun

26.06.2016, 08:02

Mithilfe des US- Weltraumteleskops "Hubble" haben Astronomen in der Atmosphäre des Planeten Neptun einen neuen gigantischen dunklen Sturmwirbel entdeckt. Trotz der enormen Entfernung ist er auf den Aufnahmen, die "Hubble" zur Erde gefunkt hat, als dunkler Fleck deutlich erkennbar, berichtet die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA auf ihrer Website.

Ähnliche Wirbel waren bereits 1995 (damals ebenfalls dank "Hubble") auf der Nordhalbkugel und 1989 mithilfe der Raumsonde "Voyager" auf der Südhalbkugel des Gasriesen entdeckt worden. Die von "Voyager" festgehaltene Erscheinung auf dem achten Planeten unseres Sonnensystems hatte sich aber nach wenigen Jahren aufgelöst. Der nun entdeckte Wirbelsturm ist der erste, der in diesem Jahrhundert entdeckt wurde, so die Forscher.

Das Weltraumteleskop "Hubble" im Erdorbit
Foto: NASA/STScI

Bei dem dunklen Wirbel handelt es sich laut Angaben der Wissenschaftler um Hochdrucksysteme, die gewöhnlich mit sogenannten "Begleiterwolken" einhergehen. Diese entstehen, wenn der Wirbelsturm Methangas aus der Atmosphäre in große Höhen reißt, wo es zu Eiskristallen gefriert, die schließlich als helle Wolken sichtbar sind.

"Die dunklen Sturmwirbel ragen in der Atmosphäre auf wie gewaltige, linsenförmige Gasberge", wird Mike Wong von der University of California in Berkeley auf der NASA- Website zitiert. "Die Begleitwolken sind sogenannten orografischen Wolken auf der Erde ähnlich, die häufig wie pfannkuchenförmige Wattebäusche über den irdischen Berggipfeln hängen." Solche Wolken entstehen, wenn Luft an Berghängen in die Höhe steigt und beim Abkühlen kondensiert.

Foto: NASA, ESA, M.H. Wong & J. Tollefson (UC Berkeley)

Die Stürme auf dem viergrößten Planeten unseres Sonnensystems, die Geschwindigkeiten von bis zu 2000 Stundenkilometern erreichen, sind für die Forscher noch ein Rätsel. Denn da der Neptun nur knapp ein Tausendstel der Sonnenenergie erreicht, die die Erde bekommt, dürfte es die Wirbelstürme in dieser Heftigkeit Berechnungen zufolge gar nicht geben. Durch die Beobachtung des neuen Sturmwirbels erhoffen sich Forscher neue Erkenntnisse über Prozesse in der Atmosphäre des Neptun.

26.06.2016, 08:02
wed, krone.at
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