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27.05.2017 - 18:28
Foto: APA/AFP/YASIN AKGUL, twitter.com

Hier beginnt der Istanbul- Attentäter das Morden

01.01.2017, 16:20

Nach dem blutigen Anschlag auf eine Silvesterfeier in einem Istanbuler Nachtclub mit Dutzenden Toten  ist der Attentäter nach wie vor flüchtig. Nun ist eine Aufnahme aus einer Überwachungskamera aufgetaucht, die die ersten Sekunden des Angriffs zeigt. Die Qualität des Videos ist sehr schlecht, dennoch erkennt man den Täter, wie er mit seiner Kalaschnikow einen Menschen auf der Straße erschießt und ins Lokal stürmt.

Laut den türkischen Behörden schoss der Attentäter einen Polizisten und einen Zivilisten vor dem Eingang nieder. Dann folgten Dutzende weitere Todesopfer im Nachtclub Reina - darunter auch zahlreiche Ausländer. Über 60 Menschen wurden verletzt, einige davon schwer.

Außenministerium: Keine Österreicher unter den Opfern

Nach und nach wird die Herkunft der ausländischen Todesopfer bekannt gegeben. So soll es sich laut der türkischen Familienministerin Fatma Betül Sayan Kaya unter anderem um Staatsbürger aus Saudi- Arabien, Jordanien, Marokko, Libyen, Libanon und Israel handeln. Auch ein Belgier soll getötet worden sein. Informationen über getötete oder verletzte Österreicher liegen laut dem Außenministerium in Wien nicht vor.

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Foto: ASSOCIATED PRESS

In dem kurzen Video sieht man nur einen Bewaffneten. Seit Verhängung einer Nachrichtensperre durch die türkische Regierung ist unklar, ob die Polizei derzeit nach einem oder mehreren Tätern fahndet. Innenminister Süleyman Soylu hatte zuvor erklärt, dass die Ermittlungen auf einen einzigen Schützen hindeuteten. In den Medien wurden allerdings Augenzeugen zitiert, die von zwei Tätern gesprochen hatten.

Premier: Angreifer trug kein Weihnachtskostüm

Wie Soylu sprach auch der türkische Premier Binali Yildirim von nur einem Täter und dementierte am Sonntagnachmittag zudem Berichte, wonach der Angreifer ein Weihnachtsmannkostüm getragen haben soll. Solche Aussagen seien falsch, sagte er. Die Behörden arbeiteten mit Hochdruck daran, die Identität des Täters festzustellen, nach dem noch gefahndet werde. Es könne sein, dass der Angreifer seine Waffe im Club gelassen und sich im Tumult unter die Flüchtenden gemischt habe. Alle Möglichkeiten würden in Betracht gezogen.

Foto: AP
Foto: APA/AFP/IHLAS NEWS AGENCY

IS soll Anschlag zu Silvester geplant haben

Noch ist auch unklar, wer hinter dem Anschlag steckt. In den vergangenen zwei Jahren ist die Türkei immer wieder von schweren Anschlägen erschüttert worden. Verantwortlich für die Attentate waren meist die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat oder die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und ihre radikale Splittergruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK). Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, wurden in der Hauptstadt Ankara am Samstag acht mutmaßliche IS- Mitglieder unter dem Verdacht festgenommen, einen Anschlag zu Silvester geplant zu haben. Ob ein Zusammenhang mit dem Blutbad im Nachtclub besteht, ist unklar.

Video: Dutzende Tote bei Angriff auf Nachtclub

Video: zoomin.tv

Clubbesitzer: Sicherheitsvorkehrungen waren ausreichend

Der Besitzer des Clubs Reina, Mehmet Kocarslan, sah keinen Mangel an Sicherheitsvorkehrungen in der Silvesternacht. Die türkische Polizei habe schon seit etwa zwei Wochen ihre Präsenz im Stadtteil Ortaköy, wo der Club liegt, und den umliegenden Vierteln verstärkt, sagte Kocarslan am Sonntag. Doch trotz all dieser Maßnahmen der Sicherheitskräfte "hat dieser hinterhältige und verräterische Terrorangriff auf die Menschlichkeit, unsere Nation und unseren Frieden, unsere Einheit und Brüderlichkeit, unsere Wirtschaft und unseren Tourismus, also auf unser gesamtes Land, nicht verhindert werden können".

Erdogan: "Kampf gegen Terror wird fortgesetzt"

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan signalisierte in einer Stellungnahme die Bereitschaft seines Landes, "den Kampf gegen den Terror" fortzusetzen und alles Notwendige für die Sicherheit der Bürger zu unternehmen. Das Ziel des Attentäters, "Chaos zu verbreiten", werde nicht erreicht werden, so Erdogan.

Recep Tayyip Erdogan
Foto: AP

Redakteur
Gabor Agardi
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