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29.09.2016 - 12:14
Foto: dpa/dpa-Zentralbild/Z1022 Patrick Pleul

Heißes Finale für den müden Sommer

23.08.2016, 16:07

Schwere Schäden in der Landwirtschaft, überflutete Keller, leere Liegewiesen in den Freibädern, gähnende Leere in den Schanigärten: Ein Bilderbuch- Sommer schaut jedenfalls anders aus - und das, obwohl die vergangenen drei Monate eine Spur wärmer waren als im langjährigen Mittel.

Die "Krone"- Redakteure Oliver Papacek und Mark Perry fassten den Zeitraum von Juni bis August aus meteorologischer Sicht zusammen. Aber: Bevor sich der Sommer 2016 endgültig verabschiedet, zeigt er sich in den kommenden Tagen von seiner versöhnlichen Seite!

Großteils erreichen die Temperaturen noch einmal die 30- Grad- Marke, möglicherweise wird sogar noch der diesjährige Hitzerekord - derzeit Krems mit 36 Grad - geknackt.

Foto: Kronen Zeitung

Die Gewinner

  • Die Bundesmuseen: Sie verzeichneten ein sattes Besucherplus im Vergleichszeitraum des Vorjahres - zum Teil ist das auch auf das durchwachsene Wetter zurückzuführen.
  • Zoos/Tiergärten: Während der Ferien wichen besonders Eltern mit schulpflichtigen Kindern auf diese sinnvolle Freizeitbeschäftigung aus.
  • Sonnenbanken/Solarien: Im Vergleich zum Rekordsommer 2015 ließen sich Herr und Frau Österreicher heuer künstlich bräunen.

Die Verlierer

  • Die Landwirtschaft: Laut Hagelversicherung verursachten Hagel, Starkregenfälle und Fluten in den Kulturen 50 Millionen Schaden. Vielen Kürbisbauern verfaulten wegen der Feuchtigkeit die Früchte auf den Feldern.
  • Die Freibäder: Allein in Wien ging die Besucherzahl im Vergleich zum Rekordjahr 2015 um satte 40 Prozent zurück.
  • Die Gastronomie: Trotz Fußball- Euro blieben in den vergangenen drei Monaten viele Schanigärten leer, die heimischen Gastronomen hätten sich von diesem Sommer großteils mehr erwartet.

"Klimawandel ist nicht zu leugnen"

Die "Krone" hat Alexander Orlik, Klimaexperte der Zentralanstalt für Meteorologie auf der Hohen Warte in Wien, zu seinen Eindrücken zum Sommer 2016 befragt. Orlik ist folgender Ansicht: "Der war und ist besser als sein Ruf! Die Niederschläge waren über die warmen Monate gesehen nicht überdurchschnittlich mehr. Und für den August zeichnet sich ab, dass er wärmer als das langjährige Mittel war! Die heurigen Extremereignisse wie Hagel, Tropenregengüsse und Fluten sind definitiv auf den globalen Klimawandel zurückzuführen? Wenn wir von der Hohen Warte den Zeitraum von 1981 bis 2010 genau ansehen, dann wird deutlich, dass es in dieser Zeit in Österreich um zwei Grad wärmer geworden ist - weltweit war es nur 1 Grad.

23.08.2016, 16:07
Oliver Papacek und Mark Perry, Kronen Zeitung
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