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26.07.2017 - 15:00
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Foto: ASSOCIATED PRESS / Video: Ruptly.TV

Haifa: 60.000 Menschen flüchten vor Flammen

24.11.2016, 22:47

Wegen heftiger Brände sind am Donnerstag 60.000 Menschen aus der israelischen Küstenstadt Haifa in Sicherheit gebracht worden. Neben Wohnhäusern mussten auch zahlreiche öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Universitäten evakuiert werden. Die Regierung macht politisch motivierte Brandstifter für die Feuersbrunst verantwortlich. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu kündigte an, jede Brandstiftung als "Terrorakt" zu verfolgen.

Über dem Süden der Stadt lag dichter Rauch, die Luft war voller Asche. Löschflugzeuge flogen im Minutentakt über den Stadtteil Romema, um ein Übergreifen der Flammen auf eine Tankstelle zu verhindern. Der Flughafen der 250.000- Einwohner- Stadt wurde geschlossen, etwa 60 Menschen wurden wegen Atembeschwerden und anderen leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

"Beispiellose" Evakuierung

"Insgesamt mussten wir 60.000 Einwohner in Sicherheit bringen - das ist beispiellos für Haifa", sagte Bürgermeister Yona Yahav. Polizeisprecher Micky Rosenfeld sagte, die Bewohner von acht Stadtteilen seien aufgefordert worden, wegen sechs verschiedener Brände ihre Häuser zu verlassen. Laut den Rettungskräften mussten einige Menschen gegen ihren Willen aus ihren Häusern gebracht werden.

Menschen werden von den Einsatzkräften der Feuerwehr in Sicherheit gebracht.
Foto: ASSOCIATED PRESS

Bildungsminister beschuldigt Araber

Bildungsminister Naftali Bennett von der ultrarechten Siedlerpartei Jüdisches Heim sagte: "Nur die, denen das Land nicht gehört, sind fähig, es in Brand zu stecken." Vertreter der israelischen Araber nannten Unterstellungen, jemand aus ihrer Gemeinschaft habe gezündelt, rassistisch. Der israelisch- arabische Abgeordnete Ayman Odeh sagte: "Wir leben seit Hunderten oder Tausenden von Jahren in diesem Land - und wir haben nie Feuer gelegt."

Bildungsminister Naftali Bennett
Foto: APA/AFP/GALI TIBBON

Laut Netanyahu gab es insgesamt 15 Feuer im Land. So wurden auch in der Umgebung von Jerusalem, in Nataf und Shaar Hagai, in Modiin im Zentrum des Landes sowie in der jüdischen Siedlung Talmon im israelisch besetzten Westjordanland Brände registriert. Das Feuer in Haifa weckte Erinnerungen an die verheerenden Brände von 2010 in Nordisrael, als in Haifa 44 Menschen gestorben waren.

Foto: ASSOCIATED PRESS

Hilfsangebote aus dem Ausland

Die Armee entsandte zwei Bataillone und schickte Reservisten mit Material zur Unterstützung von Polizei und Feuerwehr. Zypern, Russland, die Türkei, Griechenland, Italien und Kroatien boten an, bei der Brandbekämpfung zu helfen - unter anderem mit Löschflugzeugen. Sogar seitens der palästinensischen Regierung wurde Hilfe angeboten.

Foto: ASSOCIATED PRESS
Foto: APA/AFP/JACK GUEZ

24.11.2016, 22:47
AG/red
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