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26.06.2017 - 09:51
Foto: APA/dpa/Alexander Rüsche

Gegen Feinstaub: Stundenkarte gilt als Tagesticket

03.02.2017, 12:20

Um der dramatischen Feinstaub- Belastungssituation in Graz gegenzusteuern, gilt ab Mittwoch, 8. Februar, eine Stundenkarte für öffentliche Verkehrsmittel in der Steiermark als Tagesticket. Das Land Steiermark will so etwas zur Verbesserung der Luftqualität beitragen. "Die Aktion läuft bis Ende Februar", sagte Verkehrslandesrat Anton Lang (SPÖ) am Freitag.

Wie berichtet, herrscht aufgrund der äußerst ungünstigen Wetterlage - große Kälte, kein Wind, kaum Niederschläge - besonders in Ballungsräumen wie Wien und Graz seit Wochen sehr hohe Feinstaub- Belastung . Aus diesem Grund wird die bereits seit Dezember (und bis Ende Februar geplante) Aktion "Meine Luft - Reine Luft" des Landes Steiermark ausgedehnt. Das Stundenticket in allen steirischen Öffis wird ab 8. Februar nicht nur wie bisher jeden Freitag, sondern bis Ende Februar täglich zum Tagesticket. Dabei soll es nicht nur um direkte Entlastung durch Verzicht auf das eigene Kraftfahrzeug im Individualverkehr gehen, sondern es sollen laut Lang auch Menschen zum Öffi- Schnuppern und langfristigen Umsteigen bewegt werden.

Foto: APA/Barbara Gindl

"Grenzwerte dauerhaft einhalten"

Lang betonte, "Ich habe immer gesagt, zufrieden bin ich erst dann, wenn wir - unabhängig von meteorologischen Einflüssen - die Grenzwerte dauerhaft einhalten können". Die Mittel für die ausgeweitete Aktion kommen aus Langs Umweltressort. Rund 600.000 Euro koste die Ausdehnung, mit den Kosten vom Dezember und Jänner komme man auf rund eine Million Euro, hieß es aus dem Büro Lang. Man werde die Aktion auch beurteilen - im Winter 2015/2016 habe man rund fünf Prozent Neukunden gewinnen können. Die jetzige ausgedehnte Aktion könnte also im kommenden Winter adaptiert werden.

Der Grazer Stadtrat und SPÖ- Spitzenkandidat zur Gemeinderatswahl am Sonntag, Michael Ehmann, kritisierte in diesem Zusammenhang FPÖ- Verkehrsstadtrat Mario Eustacchio: "Als Grazer Bürger hätte ich mir schon erwartet, dass der Verkehrsstadtrat das Thema Feinstaub ebenso ernst nimmt, wie es Umwelt- und Verkehrslandesrat Lang tut".

Redaktion
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