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24.09.2017 - 21:49
Foto: thinkstockphotos.de, APA/AFP

GB: Stewardess wegen Fünf- Euro- Sandwich gefeuert

16.01.2017, 16:23

Ein Sandwich um fünf Euro ist einer jungen britischen Stewardess zum Verhängnis geworden. Während ihres ersten Auslandsflugs bot ihr ein Kollege an Bord einen Snack an. Weil sie dafür weder bezahlte, noch sicherging, dass der Kollege dies übernommen hatte, kündigte ihr Arbeitgeber easyJet daraufhin wegen groben Fehlverhaltens und Diebstahls. "Ich bin kein Dieb. Und das ist es, als was ich abgestempelt wurde", sagte die Stewardess gegenüber der "Daily Mail".

easyJet rechtfertigte die Kündigung folgendermaßen: Laut den Richtlinien der Fluggesellschaft hätte sich die Britin den Zahlungsbeleg für das Sandwich zeigen lassen müssen. Das Sandwich stammte nämlich aus den Vorräten für die Passagiere.

Dass sich die Stewardess, die Shannon Gleeson heißt, für den Vorfall entschuldigte und anbot, das Sandwich nachträglich zu bezahlen, nutzte ihr schlussendlich nichts. Auch der Flugbegleiter, der ihr das Sandwich gab, wurde gefeuert. Laut "Daily Mail" hatte sich der Vorfall bereits am 3. Jänner 2015 ereignet. Gleeson hatte zuvor drei Jahre für die Fluglinie gearbeitet.

Fall kam vor Gericht

Vergangene Woche trafen einander die Parteien vor dem Arbeitsgericht in der britischen Stadt Cambridge wieder. Der Richter schlug sich in der Verhandlung auf die Seite der Gefeuerten. Zwar gebe es keine Zweifel, dass Gleeson das Sandwich gegessen und nicht dafür bezahlt habe, allerdings habe sie den Snack ja auch nicht selbst weggenommen. "Sie war nicht verantwortlich dafür, sicherzustellen, dass es bezahlt wurde."

Gefeuerte erhält Abfindung

Gleesons Mutter warf vor Gericht ein, dass ihre Tochter das Sandwich nur annahm, weil sie wegen ihrer Nussallergie nichts Passendes zu essen gefunden habe. Außerdem beklagte sie, dass ihre schwangere Tochter wegen ihrer Lese- und Rechtschreibschwäche von easyJet diskriminiert worden sei. In einem Statement teilte die Fluggesellschaft mit, dass man sich mittlerweile außergerichtlich auf eine finanzielle Abfindung in ungenannter Höhe für die Stewardess geeinigt habe.

Redakteur
Franz Hollauf
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