Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
04.12.2016 - 22:00
Foto: krone.tv / Video: krone.tv

"Gangs tragen importierte Konflikte bei uns aus"

31.08.2016, 13:25

Ein Jahr nach Beginn der Asylkrise sieht Nahost- Expertin Karin Kneissl im "Krone"- Talk mit Moderator Gerhard Koller "eine Ernüchterung eingetreten, die zu erwarten war". Angesprochen auf den Syrien- Feldzug der Türkei und die zunehmenden Konflikte zwischen Türken und Kurden, warnt Kneissl vor einem "Import der Konfilkte": "Dass innerhalb europäischer Großstädte Gangs importierte Konflikte austragen, davon kann jeder Polizist ein Lied singen."

"Viele in Österreich und Deutschland sind damals aus ihrer wohlbehüteten Welt herausgefallen und haben gemeint, sie müssten jetzt die Welt retten", so Kneissl über den Beginn der Flüchtlingskrise im Spätsommer des vergangenen Jahres. Man hätte das Ganze mit mehr Vernunft und weniger Leidenschaft angehen müssen: "Diese Sogwirkung, die diese Verletzung von europäischem Vertragsrecht durch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erzeugt hat, das hat schon sehr viel losgetreten."

Was die derzeitige Situation betrifft, meint Kneissl, dass Italien noch weiter in den Fokus der Asylkrise rücken wird . "Italien war in den letzten Jahren schon immer ein Durchgangsland, nur wenige wollen dort bleiben." Die Regierung in Rom habe sich daher keine Sorgen gemacht. "Heute haben wir aber eine andere Situation durch die Rückweisungen an der deutschen Grenze", so die Nahost- Expertin.

Foto: APA/AFP/BULENT KILIC

"Zuwanderung aus Afrika wird zunehmen"

Nicht nur aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten, sondern auch aus Afrika zieht es immer mehr Menschen nach Europa, wie Kneissl am Beispiel Angola erläutert: "Dort hat nach dem Bürgerkrieg ein Öl- Boom eingesetzt, der dazu führte, das mehr Europäer nach Angola gekommen sind, als Angolaner in Richtung Europa. Mit dem niedrigen Ölpreis ziehen die Investoren weiter - ohne nachhaltig Arbeitsplätze geschaffen zu haben."

Junge Männer, die dort etwa im Bergbau gearbeitet hatten, ziehe es jetzt nach Europa, so Kneissl. Da es aber mit Staaten wie Angola oder Mosambik keine Rückführungsabkommen gebe, sei die Problematik vorprogrammiert. "Auch in Nigeria will jeder zweite Mensch zwischen 15 und 30 das Land verlassen. Ähnliche Umfragen gibt es aus dem Senegal und Ghana."

Foto: AP

"Importierte Konflikte" auf Österreichs Straßen

Ein weiteres Problem würden der Feldzug der Türkei in Syrien und die zunehmenden Konflikte zwischen Türken und Kurden darstellen. Kneissl: "Bereits im Jahr 1999 kam es in Wien wie auch in Berlin und anderen deutschen Städten zu regelrechten Straßenschlachten. Die Polizei war teilweise überfordert." Hier habe ein Import von Stellvertreterkriegen aus anderen Regionen oder auch religiösen Konflikten wie etwa zwischen Muslimen begonnen: "Dass innerhalb europäischer Großstädte Gangs importierte Konflikte austragen, davon kann jeder Polizist ein Lied singen."

Video: Aida- Gastgarten bei Kurden- Demo in Wiener City verwüstet

Video: krone.tv

31.08.2016, 13:25
krone.at
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum