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24.07.2017 - 16:51
Unterstützer von Präsident Barrow vor der gambischen Botschaft im Senegal
Foto: AFP

Gambia: Fast 50.000 Menschen auf der Flucht

20.01.2017, 22:42

Der bizarre Machtkampf im westafrikanischen Gambia hat laut UNO fast 50.000 Menschen in die Flucht geschlagen. In den vergangenen Tagen seien mehr als 45.000 Einwohner ins Nachbarland Senegal geflohen, teilte das UNO- Flüchtlingshilfswerk am Freitag mit. Weitere rund 800 Menschen hätten sich nach Guinea- Bissau abgesetzt. In Gambia tobt ein Machtkampf zwischen dem abgewählten Präsidenten Yahya Jammeh und seinem Nachfolger Adama Barrow.

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) hat Jammeh ein Ultimatum bis Freitagmittag gesetzt. Sollte er bis dahin nicht sein Amt räumen und das Land verlassen, würden die ECOWAS- Truppen ihre Militärintervention offiziell beginnen. Nachdem Jammeh daraufhin einen Rücktritt in Aussicht stellte, verlängerte die ECOWAS das Ultimatum noch einmal.

Ein senegalesischer Militärkonvoi rollt in Richtung der Grenze zu Gambia.
Foto: ASSOCIATED PRESS

Am Donnerstag marschierten bereits Truppen aus dem Senegal und vier weiteren westafrikanischen Ländern in Gambia ein, nigerianische Militärflugzeuge überflogen das Land. Zuvor hatte der UNO- Sicherheitsrat in New York grünes Licht für eine ECOWAS- Mission gegeben.

Der abgewählte Präsident Jammeh klammert sich an die Macht.
Foto: ASSOCIATED PRESS

Der mit harter Hand regierende Jammeh hatte seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl Anfang Dezember zunächst eingestanden. Eine Woche später verlangte er aber plötzlich eine Wiederholung und reichte beim Obersten Gericht eine Klage gegen das Ergebnis ein. Seitdem weigert er sich, seinen Posten zu räumen. Barrow war am Donnerstag in der gambischen Botschaft in Dakar eingeschworen worden.

Redaktion
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