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10.12.2016 - 21:58
Hermann Häusler (re.) mit einem Forscherkollegen am Gletscher
Foto: Universität Wien/L. Braun / Video: YouTube.com/Universität Wien

"Galoppierenden" Gletscher in Kirgistan entdeckt

20.07.2016, 08:02

Surge- Gletscher sind Gletscher, die plötzlich enorm an Fließgeschwindigkeit zunehmen. Sie machen nur ein Prozent des ewigen Eises weltweit aus. Hermann Häusler von der Universität Wien hat im Rahmen eines EU- Projekts erstmals eines dieser Phänomene im fernen Kirgistan entdeckt - eine Sensation.

Mit 125 Meter Fließgeschwindigkeit pro Tag zählt der Surge- Gletscher Bruarjökull in Island zu den schnellsten galoppierenden Gletschern. Gehäuft kommt dieses Phänomen in Alaska, Kanada, Island, den Spitzbergen und im Pamir, einem Hochgebirge in Zentralasien, vor. Oft ruhen die Eismassen mehrere Jahrzehnte bis zu mehreren Jahrhunderten, bevor es zu einer aktiven Phase kommt, in der der Gletscher bis zu 100- mal schneller fließen kann. Diese Phase dauert dann in der Regel zwischen zwölf Monaten und 15 Jahren.

Der Gletschersee gleicht einer Mondlandschaft.
Foto: Universität Wien/V. Popov

"In dem Projekt ging es darum, ein Klimamodell für die Gletscher im Tian Shan (auf Deutsch Himmelsgebirge) zu entwickeln, auch um Katastrophen wie Überflutungen besser vorhersagen zu können", erklärt Häusler. "Dass wir dabei auf einen galoppierenden Gletscher gestoßen sind, war für uns eine Riesenüberraschung", so der Geowissenschaftler weiter.

Für einen Surge- Gletscher sind Gegend und Aussehen ungewöhnlich. Normalerweise erkennt man dieses ewige Eis daran, dass es an der Oberfläche einen Buckel aufweist, der sich dann wie Wellen nach unten schiebt. Doch der Inyltschek in Kirgistan hatte keinen, daher hat ihn bis dato keiner als galoppierenden Gletscher erkannt, erläutert Häusler.

20.07.2016, 08:02
Martina Münzer, Kronen Zeitung/red
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