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30.09.2016 - 22:16
Kurt Cobain und Andreas Gabalier - außer einem Auftritt für MTV haben die beiden wohl wenig gemein.
Foto: facebook.com, Pressefoto Scharinger/S. Burgstaller, Viennareport

Gabalier beschimpft: FPÖ zeigt SPÖ- Politiker an

22.08.2016, 12:46

"Da hat sich eindeutig der Falsche erschossen" - mit diesem auf Kurt Cobain und Andreas Gabalier gemünzten Facebook- Posting hat sich ein SPÖ- Regionalpolitiker den Zorn der FPÖ eingehandelt. Die Freiheitlichen zeigen ihn wegen des Verdachts der Verhetzung an.

Wie berichtet, wird Gabalier als erster Österreicher ein MTV- unplugged- Konzert geben und tritt damit auch in die Fußstapfen von Weltstars wie dem durch Suizid verstorbenen Nirvana- Sänger Kurt Cobain. Das passt aber bei Weitem nicht jedem. Denn selbst wenn es sich hier natürlich "nur" um die deutschsprachige Ausgabe der bekannten MTV- Reihe handelt, ist das einigen Österreichern zu viel der Ehre für den streitbaren steirischen "Volks- Rock- 'n'- Roller".

Andreas Gabalier, "Volks-Rock-'n'-Roller"
Foto: Pressefoto Scharinger/Stefan Burgstaller

Verbale Entgleisung mit Folgen

So ließ sich etwa Christoph Baumgärtel, stellvertretender SPÖ- Vorsitzender von Langenzersdorf, zu einem deftigen Posting hinreißen. "Curt (sic) Cobain dreht sich gerade im Grab um", schrieb ein User - darauf antwortete Baumgärtel: "Da hat sich eindeutig der Falsche erschossen ..." Eine ohne Zweifel inakzeptable Entgleisung des SPÖ- Politikers (er hatte Gabalier auch noch als "Vollpfosten" bezeichnet und erklärt, die "absolute Mehrheit der Österreicher" würde sich bei dessen Musik "ankotzen"), die nun rechtliche Folgen haben könnte.

Christoph Baumgärtel, SPÖ
Foto: SPÖ

"Auch Grüne sollen sich äußern"

Während auch Parteichef Heinz- Christian Strache via Social Media sofort zur Verteidigung Gabaliers ausrückte, kündigte der Wiener FPÖ- Stadtrat Toni Mahdalik im krone.at- Gespräch eine Anzeige gegen Baumgärtel an - wegen des Verdachts der Verhetzung. Mahdalik fordert außerdem personelle Konsequenzen innerhalb der SPÖ, hier sei Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler gefragt, und auch von Grünen- Chefin Eva Glawischnig, die ja gerne gegen "Hate Speech" eintrete, erwartet sich der Freiheitliche eine Stellungnahme.

Toni Mahdalik, FPÖ
Foto: APA/Roland Schlager

Entschuldigung für "Geschmacklosigkeit"

"Es liegt mir fern, jemanden zu bedrohen oder zum Suizid aufzufordern, wie mir das nach meinem Posting vorgeworfen wird. Wenn das so angekommen sein sollte, dann entschuldige ich mich dafür", erklärte Baumgärtel schließlich am Montag via Presseaussendung, in der die SPÖ- Niederösterreich selbst von einem "Shitstorm" sprach. "Es war nicht meine Absicht, derartige Emotionen auszulösen, es hat sich um eine spontane - und zugegebenerweise geschmacklose - Reaktion auf ein anderes Posting gehandelt. Derartiges wird nicht wieder vorkommen", stellte Baumgärtel klar. Immerhin.

22.08.2016, 12:46
kal, krone.at
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