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05.12.2016 - 21:13
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

FPÖ bedauert Hetze gegen Nazi- Opfer Zawrel

16.06.2016, 13:40

Die Entgleisung zweier blauer Bezirksräte aus Wien- Landstraße war dann doch sogar der FPÖ- Spitze zu grauslich: Die beiden Kommunalpolitiker hetzten gegen die Benennung einer Wiener Schule nach Friedrich Zawrel, einem Überlebenden der NS- Euthanasie. "Natürlich würdigen wir die Verdienste und die Lebensgeschichte dieses Opfers der Nazis", kam nun der Versuch einer Schadensbegrenzung aus der Parteizentrale der FPÖ.

"Nein, so kann das nicht stehen gelassen werden. Das ging ziemlich schief", waren prominente Spitzen der Wiener FPÖ sauer, dass im Bezirk Wien- Landstraße zwei Parteikollegen eine erschütternd widerliche Presseaussendung  über den im Vorjahr verstorbenen Wiener Friedrich Zawrel verschickt hatten.

Wie berichtet  wird am Donnerstag die Neue Mittelschule Hörnesgasse nach dem Überlebenden des schrecklichen Euthanasieprogramms am Spiegelgrund benannt. Und gegen diese Ehrung Zawrels hatten die beiden FPÖ- Bezirkspolitiker gehetzt - so verharmlosten die zwei Blauen etwa die grausame Folter und medizinischen Versuche der Nazi- Ärzte an den Kindern am Spiegelgrund als "Behandlungsmethoden" und sie erinnerten daran, dass Zawrel wegen Eigentumsdelikten verurteilt wurde.

"Wir sind nicht die Ewiggestrigen"

Nach 24 Stunden und einem Bericht auf krone.at und in der "Krone" über die neue ultrarechte Positionierung der FPÖ in Wien- Landstraße war die Parteiführung um eine Änderung dieser Linie bemüht: "Wir sind sicher nicht die Ewiggestrigen. Die FPÖ würdigt sehr wohl, dass Zawrel etwas dazu beigetragen hat, dass der NS- Arzt Heinrich Gross angeklagt werden konnte."

Ein Grund dafür, warum die FPÖ- Spitze relativ rasch auf die massive Kritik reagiert hat, könnte die Führungsstruktur im Bezirk Wien- Landstraße sein: Dort ist noch immer Bundesparteichef Heinz- Christian Strache (der nichts von der Hetz- Aktion seiner Parteifreunde gewusst hat) Bezirksobmann und lässt sich von einem geschäftsführenden Obmann vertreten .

16.06.2016, 13:40
Richard Schmitt, krone.at
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