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21.02.2017 - 13:30
Foto: IISE

Forscher küren Top Ten der neuen Arten 2015

23.05.2016, 13:55

Tag für Tag werden auf der Erde neue Arten entdeckt. Darunter auch Tiere und Pflanzen, die selbst Experten in Erstaunen versetzen. Forscher des International Institute for Species Exploration (IISE) der State University of New York haben auch heuer wieder die im vergangenen Jahr entdeckten "Top Ten der bizarrsten Arten" im Tier- und Pflanzenreich gekürt.

Bei seiner Auswahl für die seit 2008 jährlich veröffentlichten Hitliste der Entdeckungen orientiert sich das international besetzte IISE- Team an mehreren Kriterien: Zum einen nominieren sie Spezies, die besonders skurril sind oder sehr bizarre Merkmale aufweisen, zum anderen wollen die Forscher mit dem Ranking auf die bedrohte Biodiversität aufmerksam machen. Heuer zählen zu den Top Ten aus insgesamt 18.000 neuen Arten unter anderem ein bizarrer Anglerfisch, eine blinde Assel, die sich Höhlen aus Schlamm baut, und die größte fleischfressende Pflanze Südamerikas.

Die Top Ten der IISE- Forscher:

1. Fleischfressende Sonnentau- Pflanze Drosera magnifica:
Die bis zu 123 Zentimeter große fleischfressende Sonnentau- Pflanze Drosera magnifica ist nach Angaben der Forscher die wohl erste per Facebook entdeckte neue Art. Sie kamen der in Brasilien heimischen Pflanze durch Fotos in dem sozialen Netzwerk auf die Spur. Die Pflanze, die sich von Insekten ernährt, stellte dann gleich auch noch einen Rekord als größte der bisher bekannten rund 200 Sonnentau- Arten auf. Die Drosera magnifica wächst wohl nur auf einem einzigen rund 1500 Meter hohen Berg und gilt als gefährdet.

Foto: IISE/Washington Tapia

2. Tiefsee- Anglerfisch Lasiognathus dinema:
Der im Golf von Mexiko entdeckte Tiefsee- Anglerfisch Lasiognathus dinema sei wohl die häßlichste neue Art auf der Liste, heißt es von den Forschern. Der nur rund fünf Zentimeter kleine durchsichtig- braune Fisch hat wirr abstehende Barthaare und Zähne sowie eine Art weiße Rückenflosse, die an eine Angel erinnert.

Foto: Theodore W. Pietsch, University of Washington

3. Käfer Phytotelmatrichis osopaddington:
Winzig klein ist der Käfer Phytotelmatrichis osopaddington, den Forscher in Peru entdeckten und nach dem Bilderbuch- Bär Paddington benannten. Ungefähr 25 dieser Tierchen, die in Wasseransammlungen bei Bäumen leben, wären zusammen nur rund 2,5 Zentimeter lang.

Foto: IISE

4. Riesenschildkröte Chelonoidis donfaustoi:
Die Riesenschildkröten auf den Galapagosinseln vor Ecuador waren Forschern schon lange bekannt, aber eine Neuentdeckung unter ihnen hat es jetzt in die Top Ten geschafft. Die rund 250 verbleibenden Tiere einer im Osten der Insel Santa Cruz lebenden Gruppe sind anders als zuvor gedacht eine eigene Art. Sie bekam den Namen Chelonoidis donfaustoi im Gedenken an einen Mitarbeiter des Nationalparks mit dem Spitznamen Don Fausto, der sich mehr als 40 Jahre lang um die Schildkröten gekümmert hatte.

Foto: IISE

5. Libelle Umma Gumma:
Nach dem Pink- Floyd- Album "Ummagumma" (ein britischer Ausdruck für Sex) benannten Wissenschaftler eine neu entdeckte Libellenart. Umma Gumma wurde im afrikanischen Gabun entdeckt.

Die Libellen-Art Umma gumma
Foto: Naturalis Biodiversity Center/Jens Kipping

6. Frühmensch Homo naledi:
In Südafrika fanden Forscher die fossilen Überreste einer bisher unbekannten Frühmenschen- Art. Wann Homo naledi genau lebte, konnten sie aber noch nicht herausfinden.

Foto: Associated Press

7. Affe Pliobates cataloniae:
Ebenfalls schon lange ausgestorben ist der kleine Affe Pliobates cataloniae, dessen Überreste Wissenschaftler in Spanien fanden. Sie entdeckten Überbleibsel eines Weibchens, dem sie den Spitznamen "Laia" gaben, auf einer Müllhalde in Katalonien. Es lebte wohl vor rund 11,6 Millionen Jahren, wog rund fünf Kilogramm, war 43 Zentimeter groß, kletterte auf Bäume und ernährte sich von Früchten.

Foto: IISE

8. Assel Iuiuniscus iuiuensis:
Auch eine neue Assel- Art hat es in die Top Ten geschafft. Die in Brasilien entdeckte Art Iuiuniscus iuiuensis ist blind, rund neun Millimeter lang, durchsichtig und hat zahlreiche Beine. Anders als alle anderen bereits bekannten Asseln baut sich diese Spezies Schutzhügel aus Lehm.

Foto: IISE

9. Seenadel- Fisch Phyllopteryx dewysea:
Extrem bunt ist eine vor der Westküste Australiens gefundene Art der Seenadel- Fische. Das Phyllopteryx dewysea getaufte Tier ist 24 Zentimeter lang und rot mit pinken Streifen.

Foto: IISE

10. Baum Sirdavidia solannona:
Den Baum Sirdavidia solannona hätten Wissenschaftler beinahe übersehen, dabei stand er fast direkt neben einer Hauptstraße in Gabun in einem als sehr gut erforscht geltenden Nationalpark. Er ist knapp als sechs Meter hoch und hat Blüten.

Foto: IISE/Thomas Couvreur

Pro Jahr werden 18.000 neue Arten entdeckt

Nach Angaben der Universität von Arizona teilen sich zurzeit zehn bis zwölf Millionen Arten den Lebensraum Erde, jährlich werden rund 18.000 neue Arten entdeckt. Ziel sei, die fehlenden zehn Millionen bis zum Jahr 2065 zu identifizieren, so die Forscher.

Anlass der Präsentation der "Top Ten der neu entdeckten Arten" sind gleich zwei Daten: zum einen der alljährliche UN- Tag der Artenvielfalt am 22. Mai, zum anderen der Geburtstag von Carl von Linné (1707 bis 1778), dem Erfinder der modernen biologischen Systematik, einen Tag später. Der schwedische Naturwissenschaftler führte Mitte des 18. Jahrhunderts ein System ein, in das alle Pflanzen und Tiere eingeordnet werden konnten, und das in vielen Teilen bis heute Bestand hat.

23.05.2016, 13:55
red/AG
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