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27.06.2017 - 21:28
Foto: ASSOCIATED PRESS, facebook.com

Flüchtling (17) bereits verurteilter Gewalttäter

13.12.2016, 17:02

Der Fall sorgte für Erschütterung: Mitte Oktober wurde die 19 Jahre alte Studentin Maria L. am Fluss Dreisam im deutschen Freiburg missbraucht und danach ermordet. Unter dringendem Tatverdacht: der angeblich 17 Jahre alte Hussein K., der als unbegleiteter, minderjähriger Flüchtling im November 2015 nach Deutschland gekommen war. Die Vorwürfe gegen den Burschen wiegen schwer, doch nun mehren sich Hinweise, dass er ein bereits verurteilter Gewaltverbrecher ist.

Wie der "Stern" am Dienstag berichtete, sollen Recherchen des Blattes ergeben haben, dass der Bursche bereits im Mai 2013 beinahe den Tod einer 20- jährigen Studentin auf der griechischen Insel Korfu zu verantworten hatte. Er soll die junge Frau zunächst überfallen und nach der Tat eine Steilküste hinuntergeworfen haben. Die 20- Jährige habe wie durch ein Wunder überlebt, erlitt jedoch schwere Verletzungen, hieß es.

Flüchtling in Griechenland zu zehn Jahren Haft verurteilt

Hussein K. wurde damals festgenommen und wegen versuchten Mordes und Raubes vor Gericht gestellt. Laut "Stern" soll er beim Prozess im Februar 2014 zu zehn Jahren Haft verurteilt worden sein. Unklar bleibt aber, warum er sich bald darauf offensichtlich wieder auf freiem Fuß befand und schließlich nach Deutschland einreisen konnte. Ob ihn die griechische Justiz vorzeitig aus der Haft entließ oder ihn gar abschob, ist bislang unklar.

Fest steht allerdings, dass bereits die griechischen Behörden große Zweifel daran hegten, dass Hussein K.s angegebenes Alter auch tatsächlich der Wahrheit entspricht und er die Tat somit als erst 17- Jähriger begangen hatte. Sie konnten das wahre Alter nicht feststellen. Die Annahme, dass es ganz offensichtlich nicht stimmt, wird von der Tatsache gestützt, dass Hussein K. bei seiner Einreise nach Deutschland im Jahr 2015 angegeben hatte, erst 16 Jahre alt zu sein.

Auffälliges Tattoo auf der Brust

Das Blatt stützt sich zudem auf Zeugenaussagen zweier Flüchtlinge, die - unabhängig voneinander - mit dem Verdächtigen auf Korfu in Kontakt gestanden waren und jeweils über dieselbe kriminelle Vorgeschichte des jungen Mannes berichteten. Dass es sich bei dem verurteilten Gewaltverbrecher auch tatsächlich um jenen Mann handelt, der als mutmaßlicher Täter im Fall Maria L. gehandelt wird, soll zudem ein auffälliges Tattoo unter Beweis stellen: Sowohl der Täter aus Korfu wie auch Hussein K. tragen auf der rechten Brust eine Tätowierung in Kerzenform.

Redaktion
krone.at
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