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03.12.2016 - 06:44
Foto: APA/AFP/Landeskriminalamt Sachsen, AP

Familie von IS- Terrorist will Justiz verklagen

23.10.2016, 09:25

Nach dem mysteriösen Selbstmord des IS- Bombenbastlers von Chemnitz, Jaber al- Bakr, will dessen Familie laut einem Medienbericht nun Strafanzeige gegen Beamte der sächsischen Justiz erstatten. Die Familie bezeichnet das Verhalten der Behörden als fahrlässig und stellt sogar den Suizid von Bakr infrage.

Der Anwalt der Familie sagte gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", dass geprüft werden müsse, ob die Behörden fahrlässig gehandelt hätten, als sie Bakr in einem gewöhnlichen Haftraum allein ließen.

Wie berichtet, soll der syrische Flüchtling Kontakte zum IS gehabt haben. Am 8. Oktober war er der Polizei in Chemnitz knapp entkommen. In einer von ihm genutzten Wohnung wurde hochexplosiver Sprengstoff gefunden. Mehrere Syrer, bei denen Bakr in Leipzig um einen Übernachtungsplatz bat, überwältigten und fesselten den 22- Jährigen. Am Mittwoch vergangener Woche erhängte sich Bakr in der Justizvollzugsanstalt Leipzig.

Bakrs Bruder: "Polizei hat ihn getötet"

Der in Syrien lebende Bruder des Toten, Alaa al- Bakr, zweifelt an, dass es sich überhaupt um einen Suizid gehandelt hat.  "Selbst wenn er IS- Mitglied war: Die begehen keinen Selbstmord. Das ist im Islam verboten. Ich bin mir wirklich sicher, dass die Polizei ihn umgebracht hat", sagte er gegenüber der "Welt". Bei der Obduktion des Leichnams war allerdings keine Fremdeinwirkung festgestellt worden.

Foto: APA/dpa/Franziska Kraufmann, ASSOCIATED PRESS

Mehrere Pannen der Behörden?

Die Leipziger Oberstaatsanwaltschaft führt derzeit ein Ermittlungsverfahren zur Todesursache. Dem Bericht zufolge könnte sich die Familie Bakrs als Nebenklägerin in dieses Verfahren einschalten. Wegen der Pannen bei der Festnahme und des Suizids stehen die Behörden in Sachsen in der Kritik.

Laut Informationen des "Spiegel" unterlief der sächsischen Polizei im Fall Bakr ein weiterer Fehler: Der mutmaßliche Islamist soll demnach bereits Ende August in einem Leipziger Hotel mit Chemikalien zur Sprengstoffherstellung experimentiert haben. Dabei habe er die Küche des Apartments schwer beschädigt. Fotos von den Schäden zeigten Rußspuren, mögliche Brandflecken an der Abzugshaube und Spuren am Spülbecken wie von Säureschäden. Laut "Spiegel" erstattete der Besitzer des Hotels nach Bakrs Verschwinden Anzeige, allerdings habe die Polizei den Vorfall als Sachbeschädigung gewertet.

23.10.2016, 09:25
fho, krone.at
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