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01.10.2016 - 07:03
Foto: YouTube.com / Video: YouTube

Facebook- Satellit bei Raketenexplosion zerstört

02.09.2016, 10:02

Auf dem US- Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ist am Donnerstag eine Rakete explodiert. Die Explosion ereignete sich auf dem Gelände der privaten Raumfahrtfirma SpaceX. Verletzte gab es keine - aber der Sachschaden dürfte immens sein. Der Zwischenfall bedeutet für Facebook einen herben Rückschlag, denn ein Satellit, der kostenloses Internet für Afrika bereitstellen sollte, wurde ebenfalls zerstört.

Es handelte sich um den ersten Satelliten von Facebook für das Projekt Internet.org. Das weltgrößte soziale Netzwerk will mithilfe von Satelliten entlegene Regionen mit schnellen Internetzugängen versorgen. Gründer und Chef Mark Zuckerberg bestätigte den Verlust des über 200 Millionen Dollar teuren Satelliten am Donnerstag.

So eine Falcon-9-Rakete ist explodiert.
Foto: APA/AFP/AFP PHOTO/BRUCE WEAVER

"Glücklicherweise" habe Facebook auch andere Technologien wie die Antennen- Drohne "Aquila" entwickelt. Facebook werde an der "Mission", alle zu vernetzten, festhalten. Das Facebook- Projekt ist umstritten, weil in einigen Ländern wie Indien die Bevorzugung einzelner Dienste befürchtet wird.

Herber Rückschlag für Mark Zuckerberg und sein Internet für entlegene Regionen der Welt
Foto: APA/AFP/LLUIS GENE

Schwarze Rauchwolke über Cape Canaveral

Über dem Gelände in Cape Canaveral stieg nach dem Zwischenfall eine schwarze Rauchwolke auf. Menschen seien allerdings nicht in Gefahr gewesen, teilten die lokalen Rettungsbehörden mit.

Pannenserie bei Raumfahrtunternehmen SpaceX

Bereits im Juni vergangenen Jahres war eine Rakete des Unternehmens SpaceX beim Start explodiert. Sie hatte einen mit Nachschub beladenen Raumfrachter zur Internationalen Raumstation ISS bringen sollen. Der Frachter zerbrach durch die Explosion. Eine gebrochene Stahlstrebe war laut SpaceX- Chef Elon Musk damals vermutlich für die Explosion verantwortlich.

Das Unternehmen entwickelt unter anderem eine wiederverwendbare Rakete. Nach vier gescheiterten Versuchen war im April 2016 erstmals eine Rakete von SpaceX wieder auf einer unbemannten schwimmenden Plattform gelandet.

02.09.2016, 10:02
AG/red
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