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26.02.2017 - 09:58
Foto: APA/HANS PUNZ, Klemens Groh

Explosion in Wien: Gasversorgung war manipuliert

28.01.2017, 16:58

Was Bekannte und Nachbarn nie anzweifelten, dürfte nun bewiesen sein: Der hauptverdächtige Mieter Anton S. (55) soll am Tag der Delogierung absichtlich Gas in seine Wohnung in Wien- Hernals strömen haben lassen. Infolgedessen kam ein Schuldloser zu Tode, zahlreiche Menschen wurden verletzt und obdachlos gemacht.

Die einzig guten Nachrichten bezüglich des Gasdramas in Wien- Hernals : Dem von Mauerteilen verletzten zwei Wochen alten Baby geht es den Umständen entsprechend besser, der lebensgefährlich verletzte Handwerker, der das Türschloss aufbohrte, ist in stabilem Zustand. Und was viele bereits vermuteten, scheint nun auch für die Ermittler klar zu sein: Das Drama war nicht "nur" eine Verkettung unglücklicher Umstände - es war geplant.

Foto: APA/MA 68, krone.at-Grafik

Widersprüchliche Aussagen

Dies hätten die intensiven Ermittlungen am Tatort gezeigt - wie aber auch die widersprüchlichen Aussagen des festgenommenen Mieters Anton S., der nun versucht, sich als Unschuldslamm und Menschenfreund darzustellen. Fest stünde jedenfalls: Die Gasversorgung war manipuliert.

Ob der Verdächtige tatsächlich auch auf eine Explosion spekuliert hatte, ist noch unklar.

Ein Bild der Zerstörung nach der Gasexplosion in Wien-Hernals
Foto: Klemens Groh

Suche nach Unterkünften

Unterdessen kümmert sich die Stadt Wien um jene Menschen, die ihr Zuhause verlassen mussten. "Es ist einfacher, eine allein lebende Person notdürftig unterzubringen als eine fünfköpfige Familie", weiß Walter Hillerer vom Krisenbus- Team. "Aber wir finden für alle eine Lösung!"

Walter Hillerer mit "Krone"-Reporter Klaus Loibnegger
Foto: Klemens Groh

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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