Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
26.03.2017 - 06:42
Foto: AFP

Europa im Visier des islamistischen Terrors

19.12.2016, 23:04

Paris, Brüssel, Nizza, Berlin - Europäische Metropolen im Fokus islamistischer Attentäter. Mehrfach diente der öffentliche Nahverkehr als Ziel. Zuletzt wurden in Berlin und Nizza Lkws eingesetzt, um möglichst viele Menschen in den Tod zu reißen. Nicht immer ist eine Verbindung zu islamistischen Terrororganisationen eindeutig nachweisbar - die Täter handeln als "einsame Wölfe".

BERLIN: Am 19. Dezember 2016 rast ein Attentäter mit einem Lkw in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz. Neun Menschen sterben, 50 werden verletzt.  Der Anschlag erinnert schmerzlich an die Bluttat von Nizza, bei der ebenfalls ein Lkw als "Waffe" eingesetzt wurde.

Foto: APA/AFP/Odd Andersen

ROUEN: Zwei Attentäter, die sich nach Angaben des französischen Staatspräsidenten Francois Hollande auf den IS berufen, nehmen am 26. Juli 2016 fünf Geiseln in einer Kirche in St. Etienne- du- Rouvray, unter ihnen einen Priester, zwei Nonnen und zwei Gläubige. Dem 84- jährigen Geistlichen schnitten sie die Kehle durch, eine weitere Geisel wurde schwerst verletzt.  Die Polizei erschoss die beiden Attentäter. Papst Franziskus sprach in einer ersten Reaktion von einer "absurden Gewalttat" an einem "heiligen Ort, in dem die Liebe Gottes verkündet" werde.

Die beiden IS-Schlächter von Rouen
Foto: Screenshot/Amaq

ANSBACH: Am 24. Juli sprengte sich ein 27- jähriger Syrer bei einem Musikfestival im Zentrum der bayrischen Stadt Ansbach in die Luft und verletzte dabei 15 Menschen.  Der Mann war laut Angaben des bayrischen Innenministers Joachim Herrmann vor zwei Jahren nach Deutschland gekommen und hatte Asyl beantragt.

Mohammad Daleel (Bild rechts oben) verübte den Anschlag in Ansbach.
Foto: ASSOCIATED PRESS, APA/AFP/AMAQ NEWS AGENCY/HANDOUT

NIZZA: Wie in Berlin raste der islamistische Attentäter Mohamed Bouhlel am 14. Juli 2016, dem französischen Nationalfeiertag, mit einem Lkw in eine Menschenmenge. 85 Menschen starben, über 300 wurden verletzt.  Bouhlel wurde von der Polizei erschossen. Die Terrororganisation Islamischer Staat bekannte sich zu dem Anschlag, wobei es allerdings keine Hinweise gab, dass der IS tatsächlich in Vorbereitung und Ausführung des Anschlags involviert war.

Der Massenmörder von Nizza (rechts im Bild) tötete 85 Menschen.
Foto: AP, maxapp

BRÜSSEL: Bei Anschlägen am 22. März 2016 am Brüsseler Flughafen und in der Metro der belgischen Hauptstadt werden 38 Menschen getötet.  Am Airport handelt es sich um Selbstmordattentäter. Die Attacken wurden nur wenige Tage nach einer Polizeiaktion in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek lanciert, bei der der mutmaßliche Haupttäter der Pariser Anschläge vom November 2015, Salah Abdeslam, verhaftet worden war.

Brüssel: Ein Verletzter wird nahe der Metro abtransportiert.
Foto: AP

ISTANBUL: Im März und Jänner 2016 rissen Selbstmordattentäter in Istanbul dutzende Menschen in den Tod.  Im März in der belebten Istanbuler Einkaufsstraße Istiklal, im Jänner im historischen Zentrum Istanbuls. Der Angreifer zündete die Bombe mitten in einer deutschen Reisegruppe nahe der Hagia Sophia und der Blauen Moschee.  Die türkische Regierung wies der Terrormiliz Islamischer Staat die Verantwortung für die Anschläge zu.

Ermittlungen in Istanbul nach dem Anschlag auf deutsche Touristen
Foto: AFP

PARIS II: Bei einer Serie koordinierter Anschläge am 13. November in Paris töteten Kommandos der Terrormiliz IS 130 Menschen.  Sie richteten ein Massaker im Musikclub Bataclan an, beschießen Bars und Restaurants. Während des Fußball- Länderspiels Frankreich- Deutschland sprengen sich am Stade de France drei Attentäter in die Luft.

Ein Bild aus der Horrornacht von Paris
Foto: APA/AFP/MIGUEL MEDINA

PARIS I: Erst im Jänner 2015 starben bei einem Attentat auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" in Paris zwölf Menschen.  Zu dem Anschlag bekannte sich die Terrororganisation Al- Kaida auf der arabischen Halbinsel. In weiterer Folge kam es in einem jüdischen Supermarkt in Paris zu einer Geiselnahme, bei der ebenfalls vier Menschen starben.

Kerzen und eine "Charlie Hebdo"-Ausgabe vor der französischen Botschaft in Wien
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

Redakteurin
Michaela Braune
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum