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03.12.2016 - 04:20
Foto: ESO/A. McLeod

ESO- Teleskop fotografiert "Säulen der Zerstörung"

04.11.2016, 10:52

"Säulen der Zerstörung" hat ein internationales Astronomenteam jene gewaltigen, säulenartigen Staub- und Gaswolken getauft, die es mithilfe des Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile innerhalb des Carinanebels beobachten konnte. Der Hintergrund: Die Entstehung neuer Sterne geht stets mit einer zunehmenden Auflösung der besagten Säulen einher.

Die spektakulären Türme und Säulen des Carinanebels bestehen aus riesigen Staub- und Gaswolken inmitten einer Sternentstehungsregion, die rund 7500 Lichtjahren von der Erde entfernt ist. Eine Analyse der Strukturen zeigte nun, dass es sich - im Gegensatz zu den bekannten und ähnlich geschaffenen Säulen der Schöpfung im Adlernebel - eher um Säulen der Zerstörung handelt. Entstanden sind die eindrucksvollen Bilder mit einem Instrument namens MUSE (Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope des Paranal- Observatoriums in der Atacama- Wüste im Norden Chiles.

Die vier Hauptteleskope des Very Large Telescope der ESO in Chile
Foto: ESO/Y. Beletsky

Laut Angaben der Astronomen liegt die große Stärke von MUSE darin, dass das Instrument Tausende von Bildern des Nebels zur selben Zeit erstellen kann, jedes davon in einer anderen Lichtwellenlänge. Das ermöglichte es den ESO- Forschern, die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Materie an verschiedenen Orten im Carinanebel herauszuarbeiten.

Auf diese Weise ist es den Wissenschaftlern gelungen, eine klare Verbindung zwischen der ausgesendeten Strahlung von massereichen Sternen und den Eigenschaften der Säulen selbst festzustellen. Die Ironie des Schicksals ist, dass die Wolken, in denen massereiche Sterne entstehen, durch eben jene langsam zerstört werden, so die Forscher.

Eine der Säulen in der Region 44 des Carinanebels
Foto: ESO/A. McLeod

Österreich seit Juli 2008 ESO- Mitglied

Die ESO wurde im Jahr 1962 gegründet, um auch europäischen Astronomen Beobachtungsmöglichkeiten am Südsternhimmel zu verschaffen. Sie zählt 15 Mitgliedsstaaten, zu denen seit dem Juli 2008 auch Österreich gehört.


04.11.2016, 10:52
wed, krone.at
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