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08.12.2016 - 10:29
Foto: AP

Eigentor lässt Wales in "Battle of Britain" jubeln

25.06.2016, 19:52

Erstmals überhaupt bei einer EM- Endrunde und schon darf man über den Einzug ins Viertelfinale jubeln - Wales hat mit einem knappen, aber wohl nicht unverdienten 1:0- Sieg gegen Nordirland im "Battle of Britain II" den wohl größten Erfolg seiner Fußball- Geschichte eingefahren. Dass die Partie zwischen den "Dragons" und der "Green & White Army" nicht unbedingt als eines der besten Spiele der EM- Geschichte in Erinnerung bleiben wird und noch dazu durch ein Eigentor entschieden wurde, wird man vor allem aufseiten der Sieger gut verschmerzen können.

Gleich vorweg: Wenn eine Fußball- Partie als "Battle of Britain II" angekündigt wird, dann erwartet man sich wohl etwas anderes als das, was die Teams von Wales und Nordirland anfangs auf den Rasen des altehrwürdigen Prinzenpark- Stadions "zauberten". Freilich: Die "Dragons" um Real- Madrid- Superstar Gareth Bale  ließen Ball und Gegner praktisch vom Anstoß weg ganz ordentlich laufen, doch Gefahr für das Gehäuse von Nordirland- Goalie Michael McGovern wussten sie nicht zu erzeugen. Nach einem nicht angekommenen Steilpass gleich nach wenigen Sekunden mussten sich die Fans der Waliser bis zur 19. Minute gedulden, um wilde Torschreie von sich zu geben - allein: Arsenal- Ass Aaron Ramsey war nach einer Vokes- Weiterleitung einer Flanke von links klar im Abseits gestanden - kein Tor!

Jonathan Williams in großer Bedrängnis
Foto: AFP

Die Stimmen zum Spiel finden Sie HIER! 

Wales spielt, ohne Gefahr zu erzeugen

Zuvor war Wales bei zeitweise 70 Prozent Ballbesitz nicht über Ansätze von Toraktionen hinausgekommen, die nicht in Abschlüssen mündeten (5./Bale, 12./über Bale und Ramsey). Der in einem Duell zweier EM- Underdogs noch immer "größere" Underdog Nordirland ließ defensiv kaum einmal etwas anbrennen und brachte die Waliser "Stars" mit viel Laufarbeit und konsequentem Zweikampfverhalten in der eigenen Spielhälfte - auf Forechecking wurde zumeist verzichtet - leicht zur Verzweiflung. Einigermaßen überraschend von daher wohl, dass die "Green & White Army" trotz dieser Rückwärtsorientierung sogar zu den einzig echten Torchancen in Spielhälfte 1 kam!

Nordirlands Jamie Ward setzt sich gegen Ashley Williams durch
Foto: AP

Nordirland verteidigt UND erzeugt Gefahr

Erst prüfte Leeds- Ass Stuart Dallas Wales- Goalie Wayne Hennessey mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (10.) und später musste sich auch Nottingham- Kicker Jamie Ward aus der Distanz dem gegnerischen Goalie geschlagen geben (23.). Und kurz bevor der englische (!) Schiri Martin Atkinson die britischen Party- Gäste zum Pausentee bat, hätte eine nicht sehr unoriginelle nordirische Eckballvariante bei etwas mehr Konsequenz ein Tor zur Folge haben können. Und sonst? Wer weder Waliser oder Nordire noch verschwistert oder verschwägert mit einem der Spieler oder einem der Betreuer ist, dürfte in den ersten 45 Minuten wohl eher nicht in gröbere Ekstase verfallen sein. Vielleicht bezeichnend dafür das statistische Highlight in Hälfte eins: Die 100 Prozent gewonnen Zweikämpfe von Nordirland- Verteidiger Aaron Hughes…

Oliver Norwood trennt Aaron Ramsey fair vom Ball.
Foto: AFP

Spiel bleibt auch nach Wiederanpfiff auf mäßigem Niveau

Hoffnungen auf eine spielerische Verbesserung im 59. Duell überhaupt zwischen Wales und Nordirland machten die Kicker in Rot- Weiß und Weiß- Grün schon bald nach Wiederanpfiff zunichte. Die Waliser übernahmen zwar wie bereits in den ersten 45 Minuten rasch das Kommando, mehr als eine optische Überlegenheit vermochten die Mannen von Coach Chris Coleman aber weiterhin nicht zu kreieren. Immerhin: Mit etwas gutem Willen kann man seinem Team für Minute 53 tatsächlich eine erste Torchance zugestehen - nach Idealflanke von Ramsey köpfelte Burnley- Stürmer Sam Vokes den Ball aber am Gehäuse von McGovern vorbei. Kurz nach dieser ersten Annäherung ans nordirische Tor gelang auch Bale endlich einmal etwas: Seinen Freistoß aus 25 Metern (nach Foul an ihm selbst) wehrte Nordirlands Goalie aber gerade noch ab (58.).

Gareth Bale kann nur schwer vom Ball getrennt werden.
Foto: AFP

McAuley- Eigentor entscheidet "Battle of Britain II"

Insgesamt schienen die Nordiren nun langsam, aber doch etwas abzubauen - oder schlichtweg bereits mit einem Auge in Richtung Verlängerung oder gar Elfmeterschießen zu schielen? Offensiv hatte es die "Green & White Army" nicht sonderlich eilig, wenn es in Richtung gegnerisches Tor ging. Das erlaubte den Walisern nach ihrer Top- Chance durch Bale dann auch, kurz durchzuschnaufen und die Kräfte für eine möglicherweise notwendig werdende Schlussoffensive - oder gar für eine Verlängerung - zu sammeln. Doch letztlich musste man diese Kraftreserven gar nicht mehr ernsthaft anzapfen - dank einer britischen Koproduktion des Wales- Stürmers Bale und des Nordiren- Verteidigers Gareth McAuley. Denn mit dem Eigentor von Letzterem, der eine flache Hereingabe von Ersterem für seinen Goalie unhaltbar ins Netz ablenkte, wurde die "Battle of Britain II" doch noch nach regulären 90 Minuten entschieden.

Foto: AFP

Das Ergebnis:
Wales - Nordirland 1:0 (0:0)

Paris, Parc des Princes, 44.125 Zuschauer, SR Martin Atkinson (ENG)
Tor: 1:0 (75.) McAuley (Eigentor)
Gelbe Karten: Taylor bzw. Davis, Dallas
Wales: Hennessey - Chester, A. Williams, Davies - Gunter, Allen, Ledley (63. J. Williams), Ramsey, Taylor - Bale, Vokes (55. Robson- Kanu)
Nordirland: McGovern - Hughes, McAuley (84. Magennis), Cathcart, J. Evans - J. Ward (69. Washington), Davis, C. Evans, Norwood (79. McGinn), Dallas - Lafferty

25.06.2016, 19:52
Hannes Maierhofer
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