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24.07.2017 - 01:39
Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil und Kanzler Christian Kern auf dem Weg zum Geheimbunker
Foto: APA/BUNDESHEER/PUSCH

Doskozil und Kern: Visite im Bunker der Regierung

16.01.2017, 15:54

Der geheime Regierungsbunker in St. Johann im Salzburger Pongau - er ist ein Relikt aus dem Kalten Krieg. Vor bald 40 Jahren kilometertief in den Berg gegraben, diente er als letzte Bastion. Mittlerweile ist die Anlage Hirn und Herz der militärischen Luftraumüberwachung und speichert wichtige Daten - ein Lokalaugenschein.

Im Zeitalter des internationalen Terrors, in dem jede Drohne, jedes Luftfahrzeug im schlimmsten Fall Tod und Verderben bringen kann, ist die autarke "Einsatzzentrale Basisraum" die Lebensversicherung Österreichs.

Doskozil und Kern im geheimen Regierungsbunker
Foto: APA/BKA/ANDY WENZEL

Daten der Luftraumüberwachung laufen in Bunker zusammen

Im ausgehöhlten Berg laufen alle Daten aus der Radarüberwachung des Luftraums und sämtliche Regierungsdaten zusammen. Von hier aus erhalten die Eurofighter ihre Befehle zur Abfangjagd und der Verteidigungsminister bekommt in wenigen Minuten die Fakten, um über den Einsatz von scharfen Waffen zu entscheiden.

Doskozil und Kern im geheimen Regierungsbunker
Foto: APA/BKA/ANDY WENZEL

"Einmal im vergangenen Jahr gab es eine brenzlige Situation mit einem Bombenalarm an Bord. Doch dann verließ die Maschine unseren Luftraum", so Minister Hans Peter Doskozil bei einem Lokalaugenschein mit Kanzler Christian Kern im Regierungsbunker zur "Krone".

Doskozil und Kern unterwegs im Black-Hawk-Hubschrauber
Foto: APA/BKA/ANDY WENZEL

Kern: "Müssen auf die neuen Zeiten reagieren"

Um noch früher Luftfahrzeuge abfangen zu können, wurde im Zuge der "Operation Daedalus" erstmals erlaubt, dass österreichische und Schweizer Kampfjets das jeweilige Nachbarland überfliegen dürfen. Ziel ist es, solche Staatsverträge mit allen Nachbarn auszuhandeln. "Wir müssen auf die neuen Zeiten reagieren und Europas Grenzen auch von Österreich aus schützen", sagte Bundeskanzler Christian Kern.

Florian Hitz, Kronen Zeitung

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