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25.06.2017 - 03:50
Sean Bratches, Chase Carey und Ross Brawn
Foto: ESPN, AP, GEPA

Dieses Trio führt die Formel 1 in eine neue Ära

24.01.2017, 11:29

Liberty Media will die Formel 1 moderner aufstellen. Nach dem erzwungenen Abschied des jahrzehntelangen Geschäftsführers Bernie Ecclestone werden zwei neue Direktorenposten geschaffen, wie der neue starke Mann Chase Carey bekannt gab. Der frühere Mercedes- Teamchef Ross Brawn soll sich um den Bereich Motorsport kümmern, der langjährige ESPN- Funktionär Sean Bratches die Vermarktung voranbringen. (Im Video oben sehen Sie, wie der abgesetzte Ecclestone im Ferrari durch die Salone Street in London braust.)

Brawn war an allen sieben WM- Titeln von Michael Schumacher beteiligt, nach seinem Aus als Teamchef von Mercedes Ende 2013 hatte der Brite keinen offiziellen Posten mehr inne. Zuletzt arbeitete er aber schon als Berater für den neuen Formel- 1-Besitzer Liberty Media. Bratches war 27 Jahre beim US- Sender ESPN und bis zu seinem Ausscheiden 2015 in leitender Funktion für den Vertrieb zuständig. "Wir haben eine fast beispiellose Gelegenheit, gemeinsam mit den Teams und Promotoren für eine bessere Formel 1" zu arbeiten, sagte Brawn. "Es ist großartig, in die Welt der Formel 1 zurückzukehren."

Sean Bratches, Chase Carey und Ross Brawn
Foto: ESPN, AP, GEPA

In den vergangenen drei Jahren hatte Brawn viel Zeit für seine Hobbys Fliegenfischen und Rosenzüchten. Mit einer leitenden Funktion in der Formel 1 wurde Brawn zuletzt immer wieder in Verbindung gebracht, ihn nun zu gewinnen, erscheint als cleverer Schachzug. Der Engländer kennt das Geschäft bis ins Detail. Nach seiner Ferrari- Zeit (1996 - 2006) pausierte der Mann aus Manchester, ehe er nach einem Jahr als Teamchef das sportlich erfolglose Honda- Team übernahm, eine Lücke im technischen Regelwerk fand und BrawnGP 2009 zum Weltmeister machte.

Brawn: "Von Lauda und Wolff hintergangen"

Am Ende desselben Jahres verdiente Brawn beim Verkauf seines Teams an Mercedes gut und blieb zugleich Teamchef des Rennstalls. Im letzten Jahr als Teamchef arbeitete Brawn auch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Niki Lauda und Motorsportchef Toto Wolff zusammen. Wie Brawn in seinem 2016 veröffentlichten Buch "Total Competition" schilderte, sei das österreichische Duo schließlich maßgeblich an seinem unfreiwilligen Abschied Ende 2013 verantwortlich gewesen. Brawn sei hintergangen worden und habe den beiden nicht vertrauen können, so die Quintessenz seiner Aussagen.

Sein neuer Direktorenkollege Sean Bratches erarbeitete sich in seinen rund 27 Jahren beim US- Sender ESPN einen hervorragenden Ruf. Der US- Amerikaner half mit, den Sportkanal groß zu machen. Zudem wurde seine Innovationskraft immer wieder gelobt. So galt er als Triebfeder bei der App WatchESPN, mit der TV- Zuschauer kostenpflichtig das Programm im Internet streamen. So etwas interessiert auch den neuen Formel- 1-Besitzer Liberty Media. Bratches sei einer der "einflussreichsten Führungsfiguren in der ESPN- Geschichte" gewesen, hieß es zu seinem Abschied von dem Unternehmen 2015.

Carey schrieb nun: "Seine Expertise und Erfahrung in Verkauf, Marketing, Digitalen Medien und Vertrieb werden unbezahlbar sein, während wir die Formel 1 wachsen lassen."

Redaktion
krone Sport
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