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25.06.2017 - 04:06
Lorenz K.
Foto: "Krone", Peter Tomschi

Die sieben Fakten zur Wiener Terrorbande

24.01.2017, 20:44

Seit Dienstag sitzt der erst 17- jährige mutmaßliche IS- Fanatiker Lorenz K.  im Wiener Landesgericht in U- Haft. Die "Krone" beantwortet die sieben wichtigsten Fragen.

Die Terrorbande ist um ein Mitglied reicher - und dieses ist ebenfalls noch strafunmündig! So gibt es Verbindungen zu jenem zwölfjährigen Deutsch- Iraker, der vor Weihnachten versucht hatte, im deutschen Ludwigshafen zwei Nagelbomben zu zünden  .

Wie groß ist jetzt die mutmaßliche "Bubi- Terrorzelle"?

Mittlerweile soll es sich um ein Quartett handeln! Die Verdächtigen hatten untereinander in Internet- Chats oder persönlich Kontakt. Neben dem 17- jährigen albanisch- stämmigen Lorenz K., dem 21- jährigen deutschen Konvertiten Kevin T. und dem 12- jährigen Wiener  steht jetzt auch noch als Vierter ein gleichaltriges deutsch- irakisches Kind auf der Liste!

Foto: thinkstockphotos.de, krone.at-Grafik
In diesem Haus im deutschen Neuss stürmte das SEK die Wohnung des mutmaßlichen Komplizen.
Foto: APA/dpa/Federico Gambarini

Wie ernst ist die Gefahr in Österreich und Europa?

In Europa ist die Gefahr besonders in Ländern der Anti- Terror- Koalition wie Deutschland und Frankreich weiterhin sehr hoch. Aber auch bei uns geben die Sicherheitsbehörden keine Entwarnung. Neben Zivilpolizisten wurde die sichtbare Präsenz durch uniformierte Beamte bei Verkehrsknotenpunkten wie Bahnhöfen und Flughäfen, Einkaufsstraßen und öffentlichen Plätzen verstärkt. Die Bevölkerung ist zur Wachsamkeit aufgerufen. 

Foto: Christof Birbaumer (Symbolbild)

Wie kamen die Ermittler auf die Spur des 17- jährigen Verdächtigen?

Der deutsche Bundesnachrichtendienst schickte dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) einen internen Warnhinweis, wonach ein deutsch sprechender IS- Sympathisant mit Kampfnamen Sabur Ibn Gharib auf dem Wiener Westbahnhof, der U- Bahn oder auf einem stark frequentierten Platz mit einem in Deutschland hergestellten Sprengsatz einen Anschlag zwischen 15. und 30. Jänner verüben wolle. Erst am Freitag identifiziert, reiste der 17- Jährige am selben Tag nach Österreich ein . Stunden später wurde er von der Eliteeinheit Cobra nahe seiner Wiener Mietwohnung verhaftet.

Der junge Terrorverdächtige wurde in Wien festgenommen.
Foto: "Krone"

Wie weit war die Anschlagsplanung?

Laut Ermittlern mehr als "blödes Gerede eines Jugendlichen". Lorenz K. soll sich Bomben- Baupläne aus dem Internet geholt haben. Er und der ebenfalls radikal- salafistische Kevin T. sprachen schon über konkrete Ziele und hätten in der westdeutschen Stadt Neuss zumindest eine "Test- Bombe" aus Böllern gezündet. Sprengstoff wurde freilich keiner gefunden.

Angebliches Bomben-Terrorziel: Die U-Bahn am Westbahnhof
Foto: Peter Tomschi

Wie und wo hat sich Lorenz K. radikalisiert?

Offenbar begann die gefährliche Entwicklung während der einjährigen Haftstrafe im Jugendgefängnis. Ein verurteilter Wiener Hassprediger war sein Idol, Lorenz K. trug zudem einen IS- Ring als Art "Treueschwur" an die Terrorbande.

Der 17-jährige Terrorverdächtige (rechts)
Foto: "Krone"

Warum zieht der IS sogar Kinder an?

Die Terrororganisation arbeitet mit bunten Propagandabildern, bietet orientierungslosen Teenagern vermeintlichen Halt und falsche Vorbilder. Der Weg zum Gotteskrieger ist dann nicht mehr weit.

Wie rüsten die Sicherheitsbehörden auf?

Neben finanziellen Maßnahmen im Umfang von mehreren Hundert Millionen Euro für eine bessere Ausrüstung von Polizei und Bundesheer wollen sich Innen- und Verteidigungsminister jetzt rasch auf ein neues Sicherheitspaket einigen. Neben dem Vorschlag einer Fußfessel für sogenannte Gefährder soll auch die rot- weiß- rote Videoüberwachung  ausgebaut werden.

Foto: APA/WERNER KERSCHBAUMMAYR, dpa, APA/JAEGER, thinkstockphotos.de

Christoph Budin, Matthias Lassnig, Kronen Zeitung

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