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29.04.2017 - 18:12
Foto: thinkstockphotos.de

Deutsche Studie: Nüsse schützen vor Darmkrebs

07.02.2017, 09:52

Wer gerne Nüsse knabbert, für den haben deutsche Ernährungswissenschaftler eine gute Nachricht. Walnüsse, Mandeln, Pistazien und Co. - so zeigen ihre Studienergebnisse - können das Wachstum von Krebszellen im Darm reduzieren, indem sie die körpereigene Abwehr aktivieren.

Untersucht haben die Forscher der Friedrich- Schiller- Universität im deutschen Jena die Wirkung von fünf Nusssorten: Macadamia- , Hasel- und Walnuss sowie Pistazien und Mandeln. Dazu wurden diese im Reagenzglas künstlich "verdaut" und die solcherart entstandenen Verdauungsprodukte auf ihre Wirksamkeit an Darmkrebs- Zelllinien untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Aktivität von Schutzenzyme wie Katalase und Superoxiddismutase in den behandelten Zellen anstieg und die Verdauungsprodukte in den Krebszellen den sogenannten programmierten Zelltod - das Selbstmordprogramm von entartenen Zellen - induzierten.

Foto: Friedrich-Schiller-Universität/Jan-Peter-Kasper

Körpereigene Abwehr wird angekurbelt

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Nüssen beruht unter anderem darauf, dass die körpereigene Abwehr zur Entgiftung von reaktiven Sauerstoffspezies aktiviert wird. Solche Substanzen, die etwa durch UV- Strahlung oder verschiedene Chemikalien entstehen, können Zellschäden verursachen, die zur Krebsentstehung führen. "Der Körper verfügt aber über eine ganze Reihe von Schutzmechanismen, die reaktive Sauerstoffspezies unschädlich machen", erläutert Wiebke Schlörmann. Diese werden durch Nüsse und ihre Inhaltsstoffe angekurbelt.

"Wir wissen bereits seit längerem, dass Nüsse voller Inhaltsstoffe stecken, die gut sind für das Herz- , Kreislaufsystem, die vor Übergewicht schützen oder Diabetes", so Schlörmann. "Was wir bislang noch nicht im Detail wussten, ist, worauf die protektive (schützende) Wirkung von Nüssen beruht." "Diese Wirkung haben wir bei allen untersuchten Nusssorten nachweisen können", unterstreicht Michael Glei, der die Studie geleitet hat. Er und sein Team wollen nun in einem nächsten Schritt herausfinden, ob diese Schutzwirkung beeinträchtigt wird, wenn man geröstet Nüsse verzehrt.

Redakteur
Wilhelm Eder
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