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05.12.2016 - 01:27
"Crime Runners"-Gründer: Stefan Tauchhammer, Lukas Rauscher und Steffen Volkmer
Foto: Stefanie Riegler

"Crime Runners": Ein Raum, ein Team, eine Mission

19.05.2016, 09:06

Sie wollten schon immer einmal einen Mord aufklären oder einem korrupten Politiker das Handwerk legen? In Wien gibt es die Möglichkeit dazu. krone.at hat das erste Live Action Adventure "Crime Runners"  in der Maria- Theresien- Straße im neunten Bezirk besucht.

Ein bisschen aufgeregt sind wir schon. Soeben in das Büro des korrupten Politikers Simon Dickson eingebrochen, stehen wir in einem stockfinsteren Raum. Mithilfe von Taschenlampen durchsuchen wir alle möglichen Gegenstände. Dickson ist untergetaucht. Noch wissen wir nicht, warum. Beauftragt von einem mysteriösen Operator begeben wir uns auf die Suche nach Beweismaterial. Die Uhr tickt und die Polizei ist auf dem Weg. Eine Stunde bleibt uns Zeit, um das Geheimnis rund um Simon Dickson zu lüften.

Was sich nach einem Hollywood- Krimi anhört, ist das erste Kapitel der "Crime Runners", dem ersten Live- Action- Adventure im neunten Wiener Bezirk. Als Weiterentwicklung der klassischen "Escape the Room Games" lässt es sich mit einem Detektivspiel für Erwachsene vergleichen. Gegründet wurde das Projekt von Lukas Rauscher, Stefan Tauchhammer und Steffen Volkmer.

Computerspiele als Vorbild

"Live Escape Games" erleben in Österreich derzeit einen Boom. Mehrere Anbieter haben in den vergangenen Jahren in Wien, Linz, Graz, Salzburg und Innsbruck eröffnet. Das Konzept ist einfach erklärt: Eine Gruppe von mehreren Personen versucht sich innerhalb eines bestimmten Zeitraums durch das Lösen von Rätseln aus einem Raum zu befreien. Gefragt ist vor allem logisches Denken. Es gilt Codes zu knacken, Hinweise zu sammeln und Schlösser aufzubrechen, um ans Ziel zu gelangen. Als Vorbild dienen die Adventure- Games der 90er- Jahre. Die ersten "Live Escape Games" entstanden 2007 in Japan. Erst einige Jahre später erreichte der Trend Europa.

Auch "Crime Runners" folgt den Regeln der klassischen "Escape the Room"- Games, doch für Lukas Rauscher & Co. war von Anfang an klar, dass es hierbei noch Luft nach oben gibt. Deshalb wurde das Konzept durch eine spannende Story, Audio- und Videoclips sowie verschiedene Spezialeffekte verfeinert. "Wir finden die klassischen 'Room Escape Games' großartig, haben aber immer einige Elemente an Atmosphäre, Geschichte und Dekoration vermisst. Bei uns steht die Story im Vordergrund", betont Rauscher.

Foto: Dominik Vsetecka

So entstand auch die Idee des Operators, eines fiktiven Charakters, der durch die Story führt. Er ist ein Hacker und gibt dem Team via Lautsprecher Anweisungen, falls Probleme auftauchen oder die Spieler nicht weiter wissen. Alle Videos und Audiodateien wurden von professionellen Schauspielern eingespielt. "Storytelling und Special Effects hat es in dieser Form bei Live Escape Games noch nicht gegeben, aber ich bin überzeugt, dass sich die 'Room Escape Games' dahin weiterentwickeln werden", sagt Rauscher.

Mysteriöser Mordfall im zweiten Kapitel

Kapitel zwei der "Crime Runners" wurde im Oktober eröffnet. Eine dunkle Seitengasse geschmückt mit Absperrbändern und blinkenden Lichtern dient hier als Schauplatz eines Mordfalles. Für das Team gilt es herauszufinden: Wer ist das Opfer? Wer ist der Täter? Und wo ist die Mordwaffe versteckt? Die Story aus dem ersten Kapitel wird fortgeführt. Doch Vorsicht! Ein Sturm zieht auf und droht den Tatort zu verwüsten. Wieder bleibt dem Team nur eine Stunde Zeit, um den Fall zu lösen.

Eine homogene Zielgruppe für "Crime Runners" gibt es nicht. "Von den Leuten her ist alles dabei, quer durch den Gemüsegarten. Angefangen von Touristen, Schülern, Studenten über IT- Fachleute bis hin zu Schnitzeljagdliebhabern", schildert Rauscher. Während dem Spiel ist vor allem die Kommunikation zwischen den Teammitgliedern von großer Bedeutung. Deshalb sind Escape Games auch für Unternehmen interessant geworden. "Wir veranstalten viele Teambuildings für Firmen sowie auch Geburtstagsfeiern und Polterabende."

Den Leuten gefällt's. Die Fanbase in Wien wird immer größer. "Es ist Nervenkitzel, man entwickelt einen regelrechten Ehrgeiz und möchte das Spiel erfolgreich zu Ende bringen. Die Story bei 'Crime Runners' ist genial und die Effekte runden die Geschichte perfekt ab. Außerdem ist es mal nett, was anderes mit Freunden zu unternehmen als irgendwo was trinken zu gehen", erzählt eine Besucherin.

"Neue Form von Unterhaltungsgefühl"

Die steigende Popularität lässt sich aus Rauschers Sicht einfach begründen: "Es ist eine neue Form von Unterhaltungsgefühl, ein Videospiel in Echt." Und Steffen Volkmer führt aus: "Wir bieten Eskapismus. Es hilft dir abzuschalten, aber nicht wie bei einem Film. Du denkst trotzdem nach, bist am Rätsel lösen, am Grübeln. Dennoch ist es eine Freizeitbeschäftigung."

Foto: Stefanie Riegler

Ein großes Ziel des Gründungsteams ist es, später einmal noch weitere Filialen zu etablieren. Ideen gäbe es genug. Doch zuvor soll noch die Eröffnung von Kapitel drei gefeiert werden, die für Herbst geplant ist. Rauscher, Volkmer und Tauchhammer sind gerade dabei die letzten Details fertigzustellen: "Es wird ein großes Finale. Wir haben einiges vor, es wird auf jeden Fall anders als die ersten beiden Spiele. Ein krönender Abschluss der Trilogie."

Mehr Infos: http://crimerunners.at/ 

19.05.2016, 09:06
Stefanie Riegler, krone.at
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