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20.02.2017 - 10:42
Foto: AFP / Video: AFP

Clinton: "Wir schulden Trump die Chance zu führen"

09.11.2016, 19:03

Nachdem sie am Tag ihrer Niederlage bei der US- Wahl zunächst keine Worte gefunden hatte, ist die gescheiterte demokratische Kandidatin Hillary Clinton tags darauf hoch professionell, fast staatsmännisch vor die Kameras getreten, um ihrer Familie, ihrem Wahlkampfteam und ihren Anhängern für deren Arbeit und Unterstützung zu danken. In der emotionalen Rede, in der ihre Augen mehrmals glänzten, sparte sie am Mittwoch nicht mit Seitenhieben gegen den künftigen Präsidenten Donald Trump, sagte aber klar: "Wir schulden ihm die Chance, das Land zu führen."

Trotz allem strahlend und unter frenetischem Jubel betrat die Familie Clinton kurz vor 11 Uhr Ortszeit die Bühne im Peninsula Hotel in Manhattan. "Thank you, thank you all very much, my friends", waren die ersten Worte der gescheiterten Präsidentschaftskandidatin. "I love you all."

Hillary Clinton trat am Tag nach ihrer Niederlage vor die Kameras.
Foto: CNN.com

Clinton entschuldigt sich: "I'm sorry!"

Sie habe Trump bereits in der vergangenen Nacht gratuliert und zum Wohle der Nation ihre Zusammenarbeit angeboten. Sie hoffe, dass er ein erfolgreicher Präsident "für alle Amerikaner" wird. Natürlich sei ihre Niederlage nicht der Ausgang gewesen, "den wir erhofft und für den wir so hart gearbeitet haben", und es tue ihr sehr leid, dass sie die Wahl nicht gewonnen habe. "Ich weiß, wie enttäuscht ihr seid, denn ich bin es auch. Das ist sehr schmerzhaft, und das wird es lange bleiben", sagte die demokratische Anwärterin auf das höchste Amt im Staat und frühere Außenministerin.

Lange Gesichter bei Anhängern von Hillary Clinton, als klar wird, dass sie nicht gewinnen wird
Foto: Associated Press

Aber bei dieser Kampagne sei es "nie um nur eine Person oder nur eine Wahl" gegangen, sondern um "das Land, das wir lieben", um ein "besseres Amerika". "Lasst uns aneinander glauben. Lasst uns dieser Sache nicht überdrüssig werden. Es werden noch weitere Chancen kommen und mehr Arbeit zu machen sein", sagte die 69- Jährige, was umgehend für Spekulationen über ein erneutes Antreten der diesmal gescheiterten Kandidatin sorgte.

"Unsere Nation ist tiefer gespalten als wir dachten", so Clinton weiter. Aber: "Ich glaube weiterhin an Amerika - und das werde ich immer." Trump "wird unser nächster Präsident sein", das sei klar. Eine friedliche Übergabe der Macht werde nicht nur akzeptiert, sondern zelebriert. "Wir schulden ihm Offenheit und die Chance, das Land zu führen."

Seitenhiebe gegen den künftigen Präsidenten

Zugleich appellierte sie an die Verantwortung der US- Bürger, weiter an der Schaffung eines "besseren, stärkeren und faireren Amerika" zu arbeiten. Das Gesetz, gleiche Rechte und Religionsfreiheit müssten respektiert und verteidigt werden, sagte Clinton. Man müsse gemeinsam klarmachen, dass "der American Dream groß genug für jedermann" sei - auch für Frauen, Immigranten und Angehörige verschiedener Religionen. "Unsere Verantwortung als Bürger liegt darin, an einem besseren Amerika mitzuarbeiten", sagte Clinton. "Hört nie auf, daran zu glauben, dass der Kampf für das, was richtig ist, den Aufwand wert ist", rief Clinton ihrem Wahlkampfteam zu.

Hillary Clinton während ihrer ersten Rede nach der Niederlage bei der US-Wahl
Foto: APA/AFP/JEWEL SAMAD

"Mädchen, ihr habt jede Möglichkeit in dieser Welt"

Den Frauen in ihrem Land, "vor allem den jungen", sagte Clinton mit zittriger Stimme, sie sollten wissen, dass sie nichts stolzer mache, als dass sie ihre Vorkämpferin, ihr "Champion" sein habe dürfen. "Und an all die kleinen Mädchen, die das sehen: Zweifelt nie daran, dass ihr es wert seid und mächtig und dass ihr jede Möglichkeit in dieser Welt verdient, eure eigenen Ziele zu verfolgen und zu erreichen!" Man solle nie aufhören, für etwas zu kämpfen, an das man glaube. "Lasst den Mut nicht sinken, es gibt noch so viel zu tun", sagte Clinton.

Abschließend dankte sie ihrer Familie, ihren Mitstreitern und Unterstützern und auch dem scheidenden Präsidenten Barack Obama und seiner First Lady Michelle, denen das Land "ob ihrer taktvollen Führung so viel zu verdanken" habe. Clinton wurde von ihren Anhängern mit tosendem Beifall verabschiedet. Auch ihr Ehemann, Ex- Präsident Bill Clinton, hatte zwischendurch Mühe, seine Tränen zurückzuhalten.

Bei der emotionalen Rede kamen selbst Ehemann Bill Clinton zwischendurch die Tränen.
Foto: APA/AFP/JEWEL SAMAD

09.11.2016, 19:03
hrr, krone.at/AG
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