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29.04.2017 - 17:56
Foto: twitter.com

Bürgermeister "stoppt" Flüchtlinge mit Erdhaufen

13.02.2017, 16:40

Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat ein Bürgermeister in Italien die Unterbringung von Flüchtlingen in seiner Ortschaft verhindert: Er ließ am Sonntagnachmittag kurzerhand die Zufahrtsstraße der 3000- Seelen- Gemeinde Vitulano in der süditalienischen Region Kampanien mittels Erdhaufen sperren, um die Anfahrt der Migranten zu stoppen.

Bürgermeister Raffaele Scarzini wollte mit der Aktion verhindern, dass weitere 34 Migranten in einer Flüchtlingseinrichtung in Vitulano aufgenommen werden. Um die Zufahrt des Fahrzeuges mit den Migranten aufzuhalten, ließ der Bürgermeister Erdhaufen auf die Straße schütten. Wegen des Protests beschlossen die Behörden, die Flüchtlinge in einer anderen Ortschaft der Gegend unterzubringen.

"Wir sind eine kleine Ortschaft und versorgen bereits 30 Flüchtlinge. Wir sind für die Integration der Migranten, doch die Bedingungen dafür müssen angemessen sein", rechtfertigte sich der Bürgermeister.

Die idyllische Ortschaft Vitulano in der italienischen Region Kampanien
Foto: it.wikipedia

176.000 Flüchtlinge werden in Italien versorgt

Bürgerproteste gegen Flüchtlinge sind keine Neuheit in Italien, wo derzeit 176.000 Flüchtlinge versorgt werden. In einem Erstaufnahmezentrum für Flüchtlinge in der norditalienischen Provinz Venedig war es im Jänner zu Ausschreitungen gekommen. Nach dem Tod einer jungen Frau aus Cote d'Ivoire randalierten Asylwerber und setzten Holzpaletten in Brand. 25 Mitarbeiter der Einrichtung verbarrikadierten sich daraufhin im Büro und konnten erst nach Stunden befreit werden.

Plakat: "Die, die vor Krieg flüchten, Eltern, Frau und Kind zurücklassen, verdienen keinen Respekt."
Foto: ANDREAS SOLARO/AFP

Rund 150 Bewohner eines Dorfes nahe der norditalienischen Stadt Ferrara hatten im Oktober vorübergehend Barrikaden errichtet, um einen Bus mit Flüchtlingen an Bord an der Zufahrt zu einer Flüchtlingseinrichtung zu hindern. Nach langwierigen Verhandlungen mit den unnachgiebigen Dorfbewohnern beschlossen die Behörden, die Flüchtlinge an einen anderen Ort zu bringen.

Redaktion
krone.at
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