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04.12.2016 - 23:46
Einsatzkräfte kämpften gegen die Brandherde. Ein Verdächtiger wurde verletzt im Keller entdeckt.
Foto: fotokerschi.at

Brandstiftung in Wohnhaus - 20 Menschen verletzt

24.07.2016, 12:42

Horrornacht für die Bewohner eines sechsstöckigen Mietshauses im oberösterreichischen Steyr: Ein Zündler hatte sowohl im 6. Stock als auch im Keller des Gebäudes Feuer gelegt. Polizisten retteten zahlreiche Bewohner vor den giftigen Dämpfen, 20 Menschen mussten aber verarztet werden. Ein Verdächtiger wurde schwer verletzt im Keller gefunden.

Noch sind die Hintergründe des Brandanschlags nicht restlos geklärt, weil der 44- jährige Verdächtige, der schwerst verletzt neben dem Brandherd im Keller gefunden worden war, noch nicht befragt werden konnte. Freitag gegen 22.30 Uhr war jedenfalls im 6. Stock des Hauses und dann im Keller Feuer gelegt worden. Wenig später gab es für die Einsatzkräfte Großalarm.

Polizisten mussten sich mit Mietern in Wohnungen verschanzen

Als erstes trafen am Brandort 16 Polizisten ein, sechs liefen durch das bereits völlig verqualmte Stiegenhaus nach oben, mussten sich dann mit Bewohnern in den Wohnungen verschanzen. Da nicht klar war, wie viele Menschen sich in dem Wohnblock aufhielten, aktivierte das Steyrer Rote Kreuz sein Alarmierungssystem: Binnen kürzester Zeit standen 80 Sanitäter und Ärzte beim Brandplatz zur Verfügung. "72 davon waren nicht im Dienst, sind eigens eingerückt", berichtet Bezirksrettungskommandant Urban Schneeweiß.

Elf Menschen ins Spital eingeliefert

Die Feuerwehrkräfte hatten die Flammen rasch unter Kontrolle, 20 Bewohner im Alter zwischen drei Monaten und 60 Jahren wurden von der Rettung versorgt, elf mussten anschließend ins Spital gebracht werden. Sieben Menschen wurden stationär aufgenommen, darunter ein Polizist und vier Feuerwehrleute.

Die Spurenlage erhärtete rasch den Verdacht auf Brandlegung. Dass der schwer verletzt im Keller gefundene 44- jährige Mieter - er wohnt in dem Haus, aber nicht in der Wohnung, die im 6. Stock angezündet wurde - der Täter ist, ist wahrscheinlich.

24.07.2016, 12:42
Johann Haginger, Kronen Zeitung/red
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