Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
27.06.2017 - 11:13
Foto: dpa/Daniel Reinhardt, dpa/Marius Becker (Symbolbild)

Bomben in "Polizei- Pkw": Facebook- Islamist gefasst

08.01.2017, 12:32

Den deutschen Behörden ist zum Jahreswechsel ein Terrorverdächtiger ins Netz gegangen, der offenbar eine völlig neuartige Anschlagsserie geplant hatte: Der laut "Spiegel" vom IS über Facebook angeworbene syrische Asylwerber soll mit als Streifenwagen umlackierten und mit Sprengstoff präparierten Fahrzeugen besonders perfide Attentate beabsichtigt haben. Die Rede ist von mindestens fünf europäischen Städten, in denen der 38- Jährige seinen mörderischen Plan umsetzen habe wollen.

Der zu Silvester in Saarbrücken festgenommene Hasan A. hatte den IS laut deutschen Sicherheitsbehörden um Geld für die geplanten Anschläge mit den sprengstoffbeladenen "Streifenwagen" auf größere Menschenmengen gebeten. Demnach habe der Mann über den Messenger- Dienst Telegram Kontakt zu einem mutmaßlichen IS- Vertreter in Syrien aufgenommen und 180.000 Euro gefordert, um entsprechende Anschläge in Deutschland, Frankreich, Belgien sowie den Niederlanden zu begehen. Nun sitzt er wegen des Vorwurfs der Terrorismusfinanzierung in U- Haft.

Von "Hinweisgeber" verpfiffen

Auf die Spur des Mannes kamen die Ermittler laut Angaben der Staatsanwaltschaft unter anderem durch einen "Hinweisgeber", der sich an das Bundeskriminalamt gewandt hatte. Auf einem Handy des Beschuldigten sicherten sie später auch die Verläufe der Chats, die dieser mit dem mutmaßlichen Kontaktmann beim IS führte. Der Asylwerber selbst räumte demnach Kontakte zur Miliz ein, bestritt jedoch "terroristische Absichten".

Saarlands Vizepolizeipräsident Müller und Staatsanwältin Burmeister informieren über die Festnahme.
Foto: EPA

Den beschlagnahmten Chatverläufen zufolge wollte der Mann Fahrzeuge kaufen und jeweils mit 400 bis 500 Kilogramm Sprengstoff beladen, wie die Ermittlungsbehörde mitteilte. Er habe diese selbst oder durch andere in "Menschenmengen" zur Explosion bringen wollen, "um auf diese Weise eine unbekannte Vielzahl von Menschen nicht muslimischen Glaubens zu töten".

22.500 Euro pro Terrorvehikel berechnet

Pro Fahrzeug habe er mit einem Kaufpreis von 22.500 Euro kalkuliert, insgesamt 180.000 Euro gefordert. Er habe sich so "Vermögenswerte" für eine Tat verschaffen wollen, deren erklärtes Ziel es gewesen sei, die Bevölkerung "in erheblicher Weise einzuschüchtern".

Hinweise auf akute Bedrohungen etwa im Zusammenhang mit Silvesterfeierlichkeiten hätten die bisherigen Ermittlungen nicht ergeben, betonten Staatsanwaltschaft und Polizei. Es gebe bisher keine Erkenntnisse darüber, dass der Mann bereits Fahrzeuge präpariert habe.

Redaktion
krone.at
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum