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25.05.2017 - 13:11
Foto: Martin A. Jöchl

Blutbad bei Familientreffen: 2 Tote, Frau überlebt

12.02.2017, 16:01

Schreckliches Familiendrama am Samstagabend im niederösterreichischen Deutsch- Wagram: Ein 36- Jähriger attackierte seinen 55 Jahre alten Vater und seine 52- jährige Stiefmutter mit einem Küchenmesser. Beide Opfer erlagen unmittelbar nach der Tat ihren schweren Verletzungen. Der Täter ging auch auf seine 38 Jahre alte Ehefrau los und fügte ihr zahlreiche Stichwunden zu. Die grausame Bluttat dürfte sich vor den Augen des elf Jahre alten Sohnes des Angreifers abgespielt haben, der die Polizei alarmierte.

Der 36- Jährige war mit seiner Ehefrau und dem gemeinsamen Sohn auf Besuch bei seinen Eltern in Deutsch- Wagram im Bezirk Gänserndorf, als es gegen 22.15 Uhr zur blutigen Tragödie kam. Der Mann zückte ein Küchenmesser und stach zunächst mehrfach auf seine Stiefmutter ein, stürzte sich danach auch noch auf seinen 55 Jahre alten Vater und versetzte auch ihm mehrere Messerstiche. Die Eheleute brachen daraufhin blutüberströmt zusammen, beide dürften sofort tot gewesen sein.

Foto: Martin A. Jöchl

Bub alarmierte Einsatzkräfte

Danach wandte sich der rasende Mann ab, attackierte seine eigene Ehefrau und rammte auch ihr das Messer mehrfach in den Bauch und in den Oberkörper. Die 38- Jährige erlitt dabei schwerste Verletzungen, überlebte den Angriff aber. Die schreckliche Tat spielte sich offenbar vor den Augen des elfjährigen Sohnes ab, der den Tod seiner Großeltern und den Angriff auf seine Mutter mit ansehen musste. Er soll es auch gewesen sein, der nach der Attacke die Polizei alarmierte, hieß es.

Foto: Martin A. Jöchl

36- Jähriger drohte auch Sohn zu töten

Als die Exekutive nur Minuten später am Ort des Geschehens eintraf, versuchte der Angreifer gerade, aus dem Fenster ins Freie zu flüchten. In einer Hand hielt der 36- Jährige noch das blutverschmierte Tatmesser, während er mit der anderen seinen Sohn festhielt. Als er die Beamten bemerkte, drohte er damit, das Kind zu erstechen, der Bub konnte sich aber losreißen und flüchten.

Foto: Martin A. Jöchl

Ein Beamter gab daraufhin einen Schreckschuss ab, worauf der 36- Jährige das Messer fallen ließ und festgenommen werden konnte. Die 38 Jahre alte Ehefrau wurde erstversorgt und danach ins AKH Wien eingeliefert, wo sie notoperiert werden musste. Die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile die Verhängung der U- Haft über den dringend Tatverdächtigen beantragt, der 36- Jährige wird in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Eine psychische Erkrankung des Mannes könne seitens der Polizei nicht ausgeschlossen werden, hieß es.

Redaktion
krone.at
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