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25.04.2017 - 17:36
Der Fundort der Fliegerbombe in Augsburg
Foto: APA/dpa

Augsburg: 54.000 müssen am 25.12. Häuser verlassen

22.12.2016, 15:44

Auf einen ungewöhnlichen Christtag müssen sich rund 32.000 Haushalte in der bayrischen Stadt Augsburg einstellen. Für eine Bombenentschärfung bereitet man dort ausgerechnet am ersten Weihnachtsfeiertag die deutschlandweit größte Evakuierung seit dem Zweiten Weltkrieg vor. Rund 54.000 Menschen müssen am Sonntag ihre Wohnungen für einige Stunden verlassen.

Grund für die Aktion in Augsburg ist eine 3,8 Tonnen schwere britische Fliegerbombe, die bei Bauarbeiten in der Jakobervorstadt, einem historischen Viertel im Osten der Stadt, entdeckt wurde und am Christtag entschärft werden soll. Dazu müssen laut Angaben der Stadt ab 8 Uhr früh Teile der Innenstadt in einem Radius von rund 1500 Metern um die Fundstelle (siehe Grafik) geräumt werden. Bis 10 Uhr muss die Schutzzone verlassen sein.

Foto: Stadt Augsburg

Bei der Bombe handle es sich um den größten Blindgänger, der jemals in Augsburg gefunden wurde, hieß es. Die 54.000 Menschen sollen mit Bussen und Straßenbahnen zu Not- und Sammelunterkünften wie dem FCA- Stadion, der Messe, Turnhallen und Schulen gebracht werden. Die Evakuierung könnte bis zum späten Nachmittag andauern, so die Stadt.

800 Polizisten im Einsatz

Die Polizei werde mit etwa 800 Beamten im Einsatz sein, um die betroffenen Haushalte zu kontrollieren, sagte Sprecher Siegfried Hartmann am Donnerstag. "Wir müssen alle Straßen abgehen und an den Wohnungen klingeln." Laut Angaben der Augsburger Behörden hat es in Deutschland noch nie eine ähnlich große Evakuierung gegeben.

Die bisher größte Evakuierungsaktion in Deutschland wegen einer Fliegerbombe fand 2011 in Koblenz statt, dort waren 45.000 Bewohner betroffen. Eine weitere große Aktion gab es im Jahr 2015 in Köln, wo 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht wurden, um einen Blindgänger zu entschärfen.

Redaktion
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