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22.01.2017 - 02:13
Foto: APA/AFP/dpa/STEFAN PUCHNER

Aufatmen nach Entschärfung von Weltkriegsbombe

25.12.2016, 20:17

In der deutschen Stadt Augsburg hat am Sonntag die größte Evakuierungsaktion seit dem Zweiten Weltkrieg stattgefunden. Etwa 54.000 Menschen mussten wegen einer Fliegerbombe ihre Wohnungen verlassen, bevor am Nachmittag mit der Entschärfung der Bombe begonnen wurde. Nach fast vier Stunden konnte die britische Luftmine schließlich unschädlich gemacht werden. "Gute Nachricht: Die Bombe ist entschärft", teilte der Krisenstab via Twitter mit.

Die Bombe war am 20. Dezember bei Bauarbeiten entdeckt worden. Mit einem Gewicht von 1,8 Tonnen handelt es sich nach Angaben der Stadt um die größte Fliegerbombe, die in der Nachkriegszeit in Augsburg gefunden wurde.

Die Schutzzone umfasst weite Teile der Innenstadt in einem Radius von 1500 Metern um die Fundstelle.
Foto: APA/dpa/Tobias Hase

Die Entschärfung war von der Stadt gezielt auf den Feiertag gelegt worden, weil eine Räumung eines so großen Gebietes an einem Werktag nach Angaben der Verantwortlichen nicht zu bewerkstelligen gewesen wäre. Zahlreiche Fabriken und Büros hätten dann geschlossen werden müssen. Darüber hinaus sollte die gefährliche Bombe nicht eine weitere Woche in der Stadt herumliegen.

Foto: APA/AFP/dpa/STEFAN PUCHNER

Die Schutzzone umfasste weite Teile der Innenstadt in einem Radius von rund 1500 Metern um die Fundstelle. Auf dem Messegelände sowie in Turnhallen und Schulen wurden Notunterkünfte eingerichtet. Bis 10 Uhr mussten die betroffenen Augsburger ihre Wohnungen verlassen.

Etwa 54.000 Menschen müssen wegen der Entschärfung der Fliegerbombe ihre Wohnungen verlassen.
Foto: APA/dpa/Stefan Puchner

Rund 900 Polizisten und mehrere Hundert Feuerwehrleute kontrollierten dann, dass sich im Radius von eineinhalb Kilometern um die bei Bauarbeiten entdeckte Bombe niemand mehr aufhält.

In Augsburg hat am Sonntag die größte Evakuierungsaktion seit dem Zweiten Weltkrieg stattgefunden.
Foto: APA/dpa/Tobias Hase

Die eigentliche Entschärfung der 1,8 Tonnen schweren Fliegerbombe begann dann am Nachmittag. Die Spezialisten eines Kampfmittelräumdienstes arbeiteten fast vier Stunden an der Entschärfung einer riesigen Fliegerbombe, kurz vor 19 Uhr waren die Arbeiten an dem 1,8 Tonnen schweren Blindgänger beendet, wie die Polizei bestätigte. Die beiden Experten mussten mehrere Zünder an der Luftmine unschädlich machen.

Etwa 4000 aus ganz Bayern angereiste Helfer von Bayerischem Roten Kreuz, Feuerwehren und Bereitschaftspolizei organisierten am Abend die Rückkehr der Menschen in ihre Wohnungen. Viele der Einsatzkräfte waren am ersten Weihnachtstag bereits in den frühen Morgenstunden in ihren Heimatorten losgefahren, um bei der Evakuierung mitzuhelfen.

Augsburg im Zweiten Weltkrieg mehrfach bombardiert

In Augsburg werden immer wieder Fliegerbomben entdeckt, darunter war allerdings noch nie eine so große Bombe. Die Region Augsburg war als wichtiger Stadtort der Flugzeugindustrie ein Rüstungszentrum der Nazis, die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg mehrfach von den Alliierten bombardiert.

Die bisher deutschlandweit größte Evakuierung wegen einer Fliegerbombe gab es im Jahr 2011 in Koblenz, dort waren 45.000 Einwohner betroffen.

Redaktion
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