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27.09.2016 - 14:16
Die Testfahrt mit dem Amphibienbus auf der Salzach ist geglückt.
Foto: MARKUS TSCHEPP

Amphibienbus in Salzburg: Testfahrt geglückt

10.09.2016, 10:44

Endlich war es soweit: Am Freitag rollte der Amphibienbus, an dem der Salzburger Unternehmer Erich Berer seit Jahren herumgetüftelt hat, das erste Mal in die Salzach. Ein paar kleine technische Änderungen braucht es noch, dann können Touristen mit dem Gefährt die Stadt Salzburg vom Land und vom Wasser aus erkunden. Eine Attraktion!

Zahlreiche Radfahrer und viele Spaziergänger hielten am Freitagvormittag an, als sie den Amphibienbus bei der Rampe in Salzburg- Mülln entdeckten, und beobachteten die Vorgänge neben der Salzach - ein spannender Augenblick nicht nur für den Entwickler des speziellen Fahrzeugs, den Salzach- Schiffer Erich Berer, und sein Team, dessen Mitgliedern es vorbehalten war, als erste Gäste an Bord zu gehen.

Noch einige Adaptierungen nötig

Nachdem das 7,7 Tonnen schwere Gefährt - gelenkt vom Chef selbst - gestartet wurde, rollte es langsam in Richtung Salzach. Holprig ging es über die Steine nahe dem Ufer, ehe das Zwitter- Vehikel ganz ins Wasser glitt. Nach einer kurzen Drehung führte die Fahrt in Richtung Anlegestelle der Amadeus, von wo aus in Zukunft auch die Touren mit dem Amphibienbus starten sollen. Rund acht Minuten dauerte die 450 Meter lange Fahrt. Dort wurde das Gefährt probeweise angelegt. Es braucht noch einige Adaptierungen, damit die Gäste zum Rupertifest bequem aus- und einsteigen können.

Über eine Rampe gelangte das Vehikel zum Wasser.
Foto: MARKUS TSCHEPP
Der Amphibienbus taucht gerade einmal 85 Zentimeter tief ins kühle Nass ein.
Foto: MARKUS TSCHEPP
In acht Minuten querte das Bus-Boot die Salzach.
Foto: MARKUS TSCHEPP
Der Amphibienbus vor der Kulisse der Salzburger Altstadt und der Festung
Foto: MARKUS TSCHEPP

Bei der Anlegestelle der Amadeus wurde probeweise festgemacht.
Foto: MARKUS TSCHEPP
Nie ohne "Checkliste"
"Wo ist die Checkliste bitte?", fragte Berer seine Tochter Anna, die als Co- Pilotin fungierte, bevor es wieder zurück zum Ausgangspunkt ging. Vor jedem Start wird darauf ein Blick geworfen. "Das ist ganz wichtig", sagte Berer und setzte zur Wende an. Das Gefährt glitt durch das Wasser zurück nach Mülln, wo es wieder den Weg zurück an Land schaffte.

Berer zeigte sich zufrieden: "Wir haben heute Niederwasser, deswegen sind wir vier bis fünf Meter später aufgesetzt als eigentlich gedacht", sagte er. Und: "Das sind jetzt alles Erfahrungswerte, die wir sammeln."

Erich Berer im Cockpit
Foto: MARKUS TSCHEPP

Die technischen Details

Das Modell ist eine Spezialanfertigung. Herkömmliche Amphibienbusse wiegen um die 13 Tonnen, wären damit zu groß und schwer und hätten zu viel Tiefgang für die Salzach. Das Gefährt für Salzburg wiegt rund 7,7 Tonnen und hat nun einen Tiefgang von "nur" 85 Zentimetern. "Trotzdem hat es eine hohe Stabilität", versicherte Berer. Der Aufbau wurde in Bayern maßgefertigt und wiegt 120 Kilogramm. Cockpit und Kabinenkonstruktion sind aus Kohlefaser.

10.09.2016, 10:44
Iris Wind, Kronen Zeitung
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