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10.12.2016 - 23:18
Foto: AFP/ALEXANDER NEMENOV

Afghanistans Ex- Präsident ruft Flüchtlinge zurück

11.09.2016, 08:13

Der ehemalige afghanische Präsident Hamid Karzai hat seine geflüchteten Landsleute in Deutschland zur Rückkehr in ihre Heimat aufgerufen. Der Exodus müsse ein Ende haben, sagte Karsai am Samstag in Dortmund.

"Uns fehlen gut ausgebildete junge Menschen, wir brauchen sie dringend. Mein Appell an meine jungen Landsleute ist deshalb: Geht nicht! Ich weiß, dass wir schwere Zeiten durchmachen, aber die haben andere Länder auch überwunden." Er habe in Deutschland selbst mit Flüchtlingen gesprochen und sie gebeten, wieder zurückzukehren.

Gleichzeitig verteidigte Karzai die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Sie hat genau das Richtige getan", sagte er. Vielen Deutschen sei offenbar nicht in vollem Umfang bewusst, wie sehr Deutschlands Ansehen in der Welt durch die großzügige Aufnahme der Flüchtlinge zugenommen habe.

Aufruf zur Geschlossenheit in der CDU

Aufgrund der zuletzt ausgetragenen Streitereien über die Flüchtlingspolitik mehren sich nun auch die Stimmen, die Merkels CDU zur Geschlossenheit aufrufen. "Wir sollten den Eindruck vermeiden, dass wir völlig gegensätzliche Vorstellungen haben", sagte etwa CDU- Generalsekretär Peter Tauber der "Welt am Sonntag". "Die CSU geht in einigen Punkten vielleicht weiter als wir - aber wir gehen in die gleiche Richtung."

Laut Tauber unterscheidet sich die Politik von CDU und CSU in der Flüchtlingskrise lediglich in zwei Punkten: "Bei der Obergrenze und bei der Frage, ob junge Menschen, die hier aufgewachsen und gut integriert sind, eine doppelte Staatsbürgerschaft erhalten können", sagte der Generalsekretär. "Sonst sind unsere Vorstellungen in der Flüchtlings- und Integrationspolitik identisch", so Tauber.

11.09.2016, 08:13
AG/red
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