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22.02.2017 - 08:25
In diesem Kleintransporter waren die 67 Afghanen und Pakistaner zusammengepfercht.
Foto: Radio Postaja Novska

67 Flüchtlinge in Kleintransporter gepfercht

18.12.2016, 15:04

Die kroatische Polizei hat am Samstagabend in der Nähe von Zagreb Dutzenden Flüchtlingen das Leben gerettet. Wie Innenminister Vlaho Orepic berichtete, waren 67 Afghanen und Pakistaner in einem Kleintransporter mit britischem Kennzeichen auf nur zehn Quadratmetern eingepfercht worden. Viele seien durch das Einatmen von Kohlenmonoxid und Unterkühlung bereits bewusstlos gewesen. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Die beiden geflüchteten Fahrer des Schlepperautos konnten inzwischen festgenommen werden, teilte die Polizei mit. Es handle sich um Bulgaren. Die aufgegriffenen Flüchtlinge sollen nach ihrer Genesung wieder nach Serbien abgeschoben werden, von wo sie gekommen seien, hieß es weiter. Ob dies rechtlich so einfach möglich ist, wenn die Menschen in Kroatien einen Asylantrag stellen, ist allerdings fraglich.

Das Video zeigt, wie einer der Geretteten in die Notaufnahme gebracht wird:

Im vergangenen Jahr war über die Balkanroute von Griechenland über Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien über eine Million Menschen nach Österreich und vor allem Deutschland gekommen. Seit März ist die Route jedoch weitgehend mit Grenzzäunen abgeriegelt.  Dennoch haben es 2016 nach Angaben der Grenzschutzbehörde Frontex rund 180.000 Flüchtlinge auf dieser Transitroute nach Westeuropa geschafft.

Foto: APA/AFP/STRINGER

Parallelen zum Flüchtlingsdrama auf der A4

Der Vorfall in Kroatien weckt Erinnerungen an das Flüchtlingsdrama auf der A4 im August 2015.  Damals waren 71 Menschen, darunter mehrere Kinder, in einem versperrten Kühllaster erstickt. Der Wagen war von den Schleppern in einer Pannenbucht bei Parndorf im Bezirk Neusiedl am See abgestellt worden.

71 Menschen, darunter vier Kinder, wurden im August 2015 tot in einem Lkw auf der A4 entdeckt.
Foto: APA/Roland Schlager

Redaktion
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