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08.12.2016 - 19:32
Foto: APA/dpa/Julian Stratenschulte (Symbolbild)

50 Schüler unter Schranken über Gleise gelotst!

05.07.2016, 17:23

Das hätte in einer wahren Tragödie enden können: Die Polizei in Niederösterreich ermittelt derzeit in einem Fall von fahrlässiger Gemeingefährdung von Kindern. Drei Begleitpersonen sollen am 28. Juni auf dem Bahnhof in Leobendorf im Bezirk Korneuburg eine Gruppe von etwa 50 Schülern bei geschlossenen Schranken über die Gleise gelotst haben - und das nur, um einen Zug zu erreichen. Nur wenige Sekunden später donnerte dann laut Zeugenaussagen ein Regionalzug durch den Bahnhof, ohne anzuhalten.

Die zehn- bis zwölfjährigen Kinder waren laut Exekutive gegen 12.20 Uhr vermutlich von der Burg Kreuzenstein zum Bahnhof gekommen, um nach Wien zu fahren. Um zum Zug Richtung Bundeshauptstadt zu gelangen, muss man den Gleiskörper überqueren.

Die Schranken waren zu diesem Zeitpunkt jedoch wegen des nahenden Regionalzuges bereits geschlossen. Das allerdings hinderte die drei Frauen, die die Kinder begleiteten, offenbar nicht daran, die Schienen mitsamt ihrer rund 50 Schützlinge dennoch zu überqueren. Denn der Zug Richtung Wien stand bereits im Bahnhof.

Eine der Erwachsenen kletterte unter dem Schranken durch und stellte sich mit ausgebreiteten Armen auf die Gleise. Ihre Kollegin folgte und winkte die Schüler auf die andere Seite. Nach dieser überaus riskanten Aktion bestieg die Gruppe die Garnitur.

Polizei bittet um Mithilfe

Laut Polizei wurde die Herkunft der vermutlich zwei Schulklassen samt Lehrkräften bzw. Begleitpersonen auf 17 Schulen aus Wien und Niederösterreich eingegrenzt. Entsprechende Erhebungen seien im Gang, hieß es. Eine der Frauen hatte lange braune Haare und trug ein oranges T- Shirt, die zweite mit langem blonden Haar war weiß gekleidet, die dritte hatte eine Kurzhaarfrisur.

Eltern von betroffenen Kindern bzw. Personen, die Hinweise zur Ausforschung der drei weiblichen Begleitpersonen geben können, mögen sich bei der Polizeiinspektion Korneuburg unter der Telefonnummer 059133- 3240 melden.

05.07.2016, 17:23
AG/red
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