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10.12.2016 - 18:04
Foto: Warner Music

Top- Star Seal besingt Liebe, Verlust und Trennung

07.11.2015, 17:00
Fast fünf Jahre hat der britische Soul-Sänger Seal nichts mehr von sich hören lassen. Die Trennung von "Model-Mama" Heidi Klum hat er mit Stamm-Produzent Trevor Horn verarbeitet und daraus sein neues Album "7" aus dem Boden gestampft. Darauf spannt er einen breiten Bogen über die Themen Liebe, Verlust und Trennung - und ist erpicht darauf, das nicht als zu persönlich gelten zu lassen.

Schlagzeilen, Paparazzi, Celebrity- Veranstaltungen - wenn man mit "Model- Mama" Heidi Klum verheiratet ist, dann rückt man schnell in den Fokus des Rampenlichts. So erging es dem britischen Soul- Sänger Seal über viele Jahre, nur glücklich wurde er mit der Rolle des "Anhängsels" nie. Glanz und Glamour wollte der 52- Jährige nur allzu gerne gegen Respekt und Anerkennung seiner Kunst gegenüber tauschen, nach der Trennung und darauffolgenden Scheidung im Jahr 2012 gelang zumindest Ersteres - ob die musikalische Karriere des Barden wieder in die Spur kommt, entscheidet sich diesen Herbst.

Liebe in allen Facetten

Mit "7" erscheint nun das erste Studioalbum nach vier Jahren - und damit einhergehend das erste nach der schmerzhaften Trennung. Dementsprechend wenig überraschend hat sich Seal auf seinem neuesten Output um das Thema Liebe in all seinen Facetten gekümmert und streitet sämtliche direkten Zusammenhänge mit seiner privat schwierigen Zeit ab. Das Thema Heidi Klum ist auch für die "Krone" tabu, die den Briten in London zum Gespräch trifft. So ganz kommt er aber nicht daran vorbei. "Anfangs hatte ich beim Schreiben der Texte einen richtigen Tunnelblick und ich musste mich daran gewöhnen, sie etwas objektiver zu gestalten."

Seine Plattenfirma Warner Music beteuerte gebetsmühlenartig, dass "7" seine bislang persönlichste Platte sei, was Seal vehement abstreitet. "Das würde ich nicht sagen, das Album dreht sich jedenfalls nicht um mein Leben. Es ist ohnehin immer eine Sache des Blickwinkels, aber in dem Fall ist das wohl etwas missverständlich formuliert." Keine Missverständnisse gibt es mit seinem Stammproduzenten Trevor Horn, mit dem Seal seit fast 25 Jahren zusammenarbeitet. "Wir beobachten uns gegenseitig im Kreativprozess und analysieren dann die Dynamik zwischen uns - wenn man gegenseitigen Respekt verspürt, dann passiert eben automatisch etwas Magisches."

Nostalgiegeschwängerte Gegenwart

Mit derart viel Seele und Inbrunst wie auf "7" hat Seal noch nie zuvor gesungen. Songs wie "Daylight Saving", das extrem schwermütige "The Big Love Has Died" oder "Do You Ever" sind die wohl intensivsten Nummern seiner langjährigen Karriere. "Ich habe in den elf Songs versucht, verschiedene Dynamiken von Liebe und Verlust zusammenzustellen. Mein Ziel mit dem Album ist es den Leuten zu ermöglichen, fühlen zu können." Gefühle vermittelte Seal vor allem in den 90er- Jahren, wo seine Hits "Kiss From A Rose" oder "Killer" zu Welthits mutierten und in den internationalen Radios auf- und abgespielt wurden. Derart große Erfolge gelangen seitdem nicht mehr, einen gewissen Hauch für Nostalgie kann er aber nicht abstreiten. "Über die Jahre habe ich gelernt, dass es nicht um das Ziel, sondern um die Reise geht. Vielleicht hatte ich früher wirklich die beste Zeit meines Lebens."

Doch trotz privater Rückschläge in der jüngeren Vergangenheit versprüht "7" nicht nur triste Wehmut, sondern auch eine positive Aufbruchsstimmung, die Seal gerne in Metaphern verpackt. "Ich verstecke mich damit aber nicht. Zu meinen wichtigsten Mottos zählt der Spruch 'Kraft durch Verletzlichkeit'. Wenn du deine verletzliche Lage akzeptierst, bist du in deinem stärksten Moment, weil du von da an voll durchstarten kannst. Als Songwriter ist meine Arbeit immer eine Art von Therapie - andere gehen zum Psychologen, ich schreibe Songs, das ist ungemein befreiend."

Zweites Standbein möglich

Ob Seal mit dem neuen Material auf große Europa- Tour gehen wird, ist vorerst noch unklar. "Das ist heute mehr denn je eine Sache von Angebot und Nachfrage. Man kann sich heute nicht mehr auf Albumverkäufe verlassen und es ist daher schwer abzuschätzen, ob wirklich überall genügend Menschen kommen." Eine eventuelle Karriere außerhalb der Musik hat er aber schon mit zwei Auftritten bei der australischen Version von "The Voice" beschnuppert - und dabei ein ihm bis dorthin unbekanntes Talent entdeckt. "Ich bin offensichtlich ein guter Motivator und liebe es, anderen Kraft zu geben und ihre Talente zu verbessern. Ich bin gut geeignet als Berater und Unterstützer." Nur für den Fall, dass es künftig keine Grammys und BRIT- Awards mehr gibt…

07.11.2015, 17:00
Robert Fröwein, Kronen Zeitung
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