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11.12.2016 - 05:48

Top- Star Bon Jovi "duschte mit 50.000 Fans in Wien"

18.05.2013, 02:44
Die Trabrennbahn Krieau ist ja Pferdestärken gewohnt – doch die hohe PS-Anzahl, die hier am Freitagabend Einzug hielt, stellte alles Bisherige in den Schatten. Bon Jovi brannten ihr Hitfeuerwerk auf einer Bühne ab, vor der "sogar die Stones und U2 ihren Hut ziehen würden", wie Frontmann Jon selbst meinte.

Und fürwahr – er sollte recht behalten. Das Hauptmerkmal der mächtigen Bühnenkonstruktion ist ein 50er- Jahre- Modell der amerikanischen Automarke Buick, das von Leinwänden, Screens und pompösen Lichteffekten verstärkt zum eigentlich Eyecatcher der Show wird. Mehr als 50.000 Fans lassen sich von Beginn an in den Bann des erfolgreichen Stadion- Rockers ziehen, der nach dem durchaus gefälligen Opener "That's What The Water Made Me" aus seinem neuen Album "What About Now" mit "You Give Love A Bad Name" bereits voll ins Schwarze trifft und das Publikum zum begeisterten Mitsingen animiert.

Begeisterung im Regen

Mehr als 50.000 begeisterte Bon- Jovi- Fans lassen sich im Laufe der opulenten Show auch nicht vom einsetzenden Regen einschüchtern und skandieren lauthals Jubelarien auf ihren großen Helden, der in seiner 30- jährigen Karriere in Österreich so viele Konzerttickets wie kein anderer verkauft hat. Dass der Himmel seine Schleusen geöffnet hat, amüsiert auch Jon Bon Jovi. "Ich war noch nie in meinem Leben so froh über Regen. So mancher wird wissen, was ich meine", erzählt der Topstar und spielt damit auf sein aufgrund eines Allergieanfalls frühzeitig abgebrochenes Konzert in Sofia an.

In der österreichischen Bundeshauptstadt hält aber nur das Wetter nicht, die Stimme Bon Jovis lässt kaum Raum für Kritik. Mit Songs wie "Raise Your Hands", "It's My Life", "We Got In Goin' On" oder "When We Were Beautiful" bewegt sich der 51- Jährige stilsicher zwischen sämtlichen Karrierephasen und weiß dabei mit sympathischer Ausstrahlung zu überzeugen. Auch wenn die neuen Songs naturgemäß nicht ganz so stark zünden, gelingt dem Entertainer eine absolut bemerkenswerte Show, die durch Eingliederung von Top- Hits wie "Keep The Faith" oder dem vom Publikum mit begeisterter Inbrunst mitskandierten "I'll Be There For You" für eine wahrlich feuchtfröhliche Stimmung sorgt.

Hits am laufenden Band

Schal und Kappe erinnern bei Bon Jovi an einen leicht kränkelnden Superstar, der dem hereinbrechenden Regen aber gekonnt trotzt und in bester Laune über die mit Pfützen behaftete Bühne tänzelnd. Obwohl die Band mit der herausragenden Ballade "Amen" punktet, warten die Fans umsonst auf "Always" und das bereits 2011 im Happel- Stadion nicht gespielte "Bed Of Roses". Bei einer derartig umfangreichen Diskografie aber auch kein Wunder. Als Ersatz schmettert der bestens gelaunte und von Wien sichtlich begeisterte Jon Songs der Marke "We Weren't Born To Follow", "Bad Medicine" oder die neue Single "Because We Can" ins Stadionrund.

Mit immer stärker werdendem Regen steigt auch der Humorpegel des Frontmanns: "Schön, dass ich mit 50.000 meiner engsten Freunde aus Wien unter der Dusche stehen kann." Band und Fans kommen dann am Ende des Gigs so richtig in Fahrt. Im großartigen "I'll Sleep When I'm Dead" verwurstet die Band "Start Me Up" von den Rolling Stones und "Rockin' All Over The World" von Status Quo. Jon selbst überzeugt mit stark an Mick Jagger angelehnten Tanzeinlagen und sichtbarer Freude an der Huldigung seiner eigenen Vorbilder. Als Belohnung erntet die Band frenetischen Jubel.

Perfekte Stadionband

Die wirklich großen Kracher heben sich Bon Jovi für den Zugabenblock auf. Das zweieinhalbstündige Konzert wird mit der unerreichten Western- Hymne "Wanted Dead Or Alive", dem flotten "Have A Nice Day" und dem Band- Alltime- Hit "Livin' On A Prayer" beendet. Dass mit besagtem "Always" oder dem ersten Band- Top- Hit "Runaway" noch so manche Erfolgspfeile im Köcher gewesen wären, tut nichts zur Sache. Bon Jovi haben einmal mehr bewiesen, dass sie mit einer derartigen Setlist ohnehin nur mehr in Stadien spielen können. Und das Richie Sambora gefehlt hat, fiel im Endeffekt gar nicht wirklich auf.

18.05.2013, 02:44
Robert Fröwein und Franziska Trost, Kronen Zeitung
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