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10.12.2016 - 08:54
Foto: Universal Music

The Libertines: Comeback in alter Stärke

07.09.2015, 17:00
Mehr als zehn Jahre nach ihrer Auflösung bringen die reformierten The Libertines nun wieder ein Album heraus. "Anthems For Doomed Youth" klingt frisch wie das Debüt von 2002, der Britrock-Klassiker "Up The Bracket". "Unsere neue Platte ist wie ein Schnappschuss. Es zeigt, dass wir uns gerade gemeinsam wohlfühlen", sagte Drummer Gary Powell im APA-Interview.

Das Studio- Comeback wird den - zumindest in Großbritannien in die Band gesetzten - hohen Erwartungen gerecht. Zwischen den beiden Sängern und Gitarristen Pete Doherty und Carl Barat dürfte wieder die Chemie stimmen, wunderbar harmonieren und ergänzen sich die Egomanen. Pop- Hymnen und Punk verschmelzen zum Libertines- Sound, die Songs pendeln zwischen Anspruch und Ausgelassenheit.

Harte Arbeit

"Wir sind sehr zufrieden", betonte Powell, im Garten eines Londoner Hotels sitzend, eine Spinne beobachtend, die ein imposantes Netz aufbaut. "Das Album beweist, dass wir gut zusammenarbeiten und noch fähig sind, tolle Songs zu machen. Wir haben alle hart gearbeitet, aber die gemeinsame Zeit auch genossen. Ich hoffe, das hört man heraus."

Zum Ende der Libertines (und auch danach) hatten die Eskapaden Dohertys für die Schlagzeilen gesorgt. Nach Voraus- Veröffentlichung der Single "Gunga Din" und einem fantastischen Auftritt beim Glastonbury- Festival konzentrieren sich die UK- Medien wieder auf die Musik der Gruppe. Das freut den Schlagzeuger: "Wenn sich die Leute nur mit den alten Problemen beschäftigen würden, würde das bedeuten, dass wir Mist abgeliefert haben."

Wie gestern

"Natürlich hängt die Qualität der Lieder von der Beziehung ab, die wir zueinander haben", erzählte Powell. "Man muss sich unser Comeback so vorstellen, als würde man mit alten Freunden, wirklichen Freunden, die man lange nicht gesehen hat, auf einen Drink gehen und das Gefühl haben, man hätte diese Freunde erst gestern gesehen. Als wir wieder zusammenkamen, fühlte sich das nicht an, als wären zehn Jahre vergangen."

Verändert hat sich aber doch einiges bei The Libertines, etwa die Arbeitsweise: "Beim Debüt lief das so ab", schilderte Powell. "Wir haben die Tracks im Proberaum immer wieder geprobt, dann sind wir ins Studio, um sie in rund einer Woche aufzunehmen - quasi live. Jetzt haben wir zum Teil getrennt komponiert. Pete war in Thailand (auf Entzug, Anm.), Carl flog manchmal zu ihm, um mit ihm zu arbeiten. John (Hassal, Bass, Anm.) war in Dänemark, ich in London. Es hat gedauert, bis wir herausgefunden haben, wie wir unsere Beiträge zusammenführen, so dass sie uns als Kollektiv repräsentieren. Die Platte sollte ja nach Libertines und nicht wie eine Sammlung von Solo- Sachen klingen."

Mission: Legendenstatus

Auf der Insel sind The Libertines eine Legende, diesen Status würde sich die Band nun auch gerne im Rest Europas erspielen. "Wir haben uns nicht absichtlich auf Großbritannien konzentriert", meinte Powell. "Wir waren bei Veröffentlichung des Debüts noch nicht so weit, die Welt zu betouren. Das wollten wir nach dem zweiten Album tun, aber als es in den Handel kam, waren wir bereits alle auf dem Weg... hm... naja... nach unten", lachte er laut. "Wir waren dabei zu implodieren, daher gab es keine Konzerte mehr außerhalb Englands."

Die Fans zu Hause haben The Libertines trotz aller Hypes der vergangenen Jahre nicht vergessen. "Trends und Stile kommen und gehen", analysierte der Drummer. "Auch gute Musik kommt und geht. Wenn Bands keine emotionale Beziehung zu ihrem Publikum aufbauen, dann wird sich das Publikum irgendwann eine neue Band suchen, wenn der Sound der alten nicht mehr angesagt ist. Wir haben diese emotionale Beziehung immer gesucht, sie forciert." Und sie scheint die Zeit tatsächlich überdauert zu haben.

07.09.2015, 17:00
AG/red
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