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09.12.2016 - 06:36
Foto: Universal Music

Selena Gomez: "Meine Fans verteidigen mich immer!"

19.09.2013, 17:00
Selena Gomez gehört zu den größten Teenie-Idolen und konnte unlängst mehr als 5.500 Fans in der Wiener Stadthalle begeistern. Wie bei vielen Jungstars hat auch die 21-Jährige mit Celebrity-Berichterstattung und Eingriffen ins Privatleben zu kämpfen. Im "Krone"-Interview erklärt sie, wie das ihre Kindheit beeinflusste, warum ihr ihre Fans das Wichtigste sind und weshalb sie von der Musik Abstand braucht.

"Krone": Selena, du bist erst 21 Jahre jung und hast gerade eine große Europa- Tour hinter dich gebracht. Verspürst du Heimweh, wenn du so lange unterwegs bist?
Selena Gomez: Manchmal, aber je älter ich werde, umso besser kann ich das Reisen genießen, weil ich tolle Erfahrungen sammle und nette Leute kennenlerne. Ich bin dem Reisen gegenüber mittlerweile positiv eingestellt.

"Krone": Dein neues Album "Stars Dance" ist das erste ohne deine Stammband The Scene. Was war der Grund für diese Veränderung?
Gomez: Es ist eher eine Art Sprungbrett in eine Richtung, die mir einfach wichtig war. Ich wollte schon länger ein starkes Album mit Material machen, das zu 100 Prozent mich als Persönlichkeit widerspiegelt, aber es hat etwas gedauert, bis ich diesen Weg eingeschlagen habe. Es war aber eine völlig richtige Entscheidung.

"Krone": Du hast dich also nicht von der Band getrennt?
Gomez: Nein, es ist nur eine Pause. Sie alle sind großartige Musiker und machen derzeit ihr eigenes Ding.

"Krone": Auf dem Titeltrack gibt es die Songzeile "I can make the stars dance, if you want me to". Kann man das so verstehen, dass du dich als Vorbild für junge Künstler und junge Menschen im Allgemeinen siehst?
Gomez: Auf jeden Fall. Gerade dieser Song spiegelt das Gefühl wider, dass es wichtig ist, deinen eigenen Weg zu gehen und selbstsicher zu sein, vor allem, wenn du eine Frau bist. Der Song dreht sich prinzipiell darum, dass ich alles machen kann, was ich mir in den Kopf gesetzt habe. Das ist auch die Botschaft, die ich nach außen trage.

"Krone": Du hast das Album als dein bislang persönlichstes bezeichnet. Erkläre mir das bitte genauer.
Gomez: Die Leute sollen prinzipiell die Musik fühlen, die ich persönlich liebe. Diese Musik kann sehr dunkel sein, hat neben Pop auch noch Punk und ein "Urban- Feeling" in sich. Von den Texten her gibt es aber nur zwei, drei Songs, die wirklich mich und mein Leben reflektieren. Das finde ich auch lustig, weil ich noch so viel zu zeigen habe. Es gibt so viele Sachen, die die Menschen über mich noch nicht wissen. Somit habe ich noch viel Raum, um zu wachsen.

"Krone": Nach der Tour willst du dich eine Zeit lang aus dem Musikgeschäft zurückziehen. Was führte zu dieser Entscheidung?
Gomez: Ich denke, es ist ganz gesund, wenn ich etwas Abstand gewinne. Ich stecke meine ganze Energie in das jeweils aktuelle Projekt, bin dann aber auch immer sehr froh, wenn ich etwas zurück und wieder nach vorne gehen kann.

"Krone": Willst du dich wieder verstärkt der Schauspielerei widmen?
Gomez: Das würde mich sehr freuen. In diese Richtung habe ich noch zu wenig gemacht und ich würde die Schauspielerei gerne verstärken.

"Krone": Was sind für dich die größten Unterschiede zwischen Film und Musik?
Gomez: Wenn du einen Film drehst, bist du meist für mehrere Monate an einem bestimmten Platz. Das kann L.A. sein, das kann New York sein oder auch Vancouver. Außerdem stehst du täglich als komplett andere Person 18 oder mehr Stunden am Set. Du lebst das Leben eines Fremden und hast die Möglichkeit, eine völlig fremde Geschichte zu erzählen. Das ist sehr kreativ und wirklich interessant. Als Musikerin willst du Songs komponieren, die den Menschen gefallen und sie berühren. Einen traurigen oder glücklichen Song für die richtige Stimmung zu schreiben ist sogar kraftvoller, als auf der Bühne zu stehen.

"Krone": Was macht dich nervöser? Ein Konzert vor Tausenden Menschen oder eine Szene am Filmset, die dich der Regisseur immer und immer wieder wiederholen lässt?
Gomez: Es wird alles immer angenehmer. Ich mag es, wenn mir die Leute sagen, dass ich gerade etwas furchtbar schlecht gemacht habe, dies oder jenes noch einmal wiederholen soll. Das ist der einzige Weg, besser zu werden und daraus zu lernen.

"Krone": Letztes Jahr hast du im Film "Spring Breakers" für Aufmerksamkeit gesorgt. Dort wimmelt es nur so vor Sex, Drugs und Rock 'n' Roll. War das für dich die endgültige Loslösung von deinen älteren, harmlosen Rollen?
Gomez: Darum ging es mir gar nicht. Nachdem ich zuvor vier Jahre lang in einer Serie denselben Charakter gespielt hatte, war es einfach die Möglichkeit, daraus auszubrechen und etwas völlig anderes darzustellen. Ich habe die Serie geliebt und bin sehr stolz darauf, aber ich brauchte den Platz, um künstlerisch zu wachsen. Für mich ist "Spring Breakers"- Regisseur Harmony Korine ein Genie und als ich das Skript gelesen habe, war ich begeistert. Außerdem konnte ich mit James Franco, einem der besten Schauspieler Hollywoods, arbeiten – das war ein Geschenk. Du siehst den Film von der skandalösen Seite, ich sehe ihn als den nächsten Schritt der Kunst.

"Krone": Ich denke nicht, dass der Film in Österreich als skandalös empfunden wird.
Gomez: Möglich, aber zumindest die Amerikaner werden bei solchen Filmen oft ganz dramatisch (lacht).

"Krone": Welche Rollen peilst du für deine Zukunft an? Willst du eher im Comedy- Fach bleiben oder als ernste Schauspielerin im Drama- Bereich wahrgenommen werden?
Gomez: Ich bin da sehr offen und möchte gerne in alle Genres eintauchen. Es geht darum, dass ich beim Lesen eines Drehbuchs etwas fühle – dann ist die Rolle richtig. "Spring Breakers" hat mich von Anfang an mitgerissen und so etwas möchte ich gerne wieder erleben.

"Krone": Du warst schon in sehr jungen Jahren sehr berühmt. Wie schwierig war es für dich, schon als Kind im Rampenlicht zu stehen?
Gomez: Es war schon schwierig, weil ich gewisse Dinge nicht verstanden habe und auch heute noch nicht verstehe. Ich habe sie akzeptiert, aber verstehe sie noch immer nicht. Es hat mich ziemlich mitgerissen, dass man sich dafür interessierte, wen ich als 15- Jährige daten würde. Wir alle sind Menschen und leben unser Leben, aber die Presse hat sich für die verrücktesten Details interessiert. Manchmal habe ich mich schuldig gefühlt, weil ich ja selbst oft schon wusste, wer mit wem zusammen ist, obwohl das total unwichtig ist (lacht). Ich bin aber sehr dankbar dafür, dass meine Musik Anklang findet und die Leute das auch annehmen.

"Krone": Wenn du persönlich auf deine Fans triffst, interessieren sie sich dann auch für deine Celebrity- Seite?
Gomez: Überhaupt nicht. In einem Interview hat mir mein Gesprächspartner gesagt, er habe meine Fans gefragt, was wie von mir wissen wollten. Sie haben mich alle verteidigt und gesagt, dass besagter Interviewer nur ja nichts über mein Privat- oder Liebesleben erfragen sollte. Sie haben mich wirklich bis aufs Blut verteidigt und das ist großartig. Sie sorgen sich so um mich, wie ich mich um die Kunst, die ich meinen Fans vermitteln möchte. Es ist interessant, wie sich die Rollen hier oftmals drehen und sich manche Erwachsene wie Kinder benehmen, wenn es um Privates geht.

"Krone": Fällt es dir schwer, in deinem Alter in einem Haifischbecken wie dem Musikgeschäft mitzuschwimmen?
Gomez: In gewisser Weise ja, aber ich lasse das nicht so nah an mich herankommen. Ich bin in erster Linie Fan. Fan von Musik und Künstlern und ich kümmere mich nicht so viel um das Drumherum. Würde ich das machen, hätte ich keinen Spaß mehr.

"Krone": Von welcher Musik bist du selbst inspiriert?
Gomez: Wichtig ist, dass es ehrliche Musik ist. Ich höre viel ältere Musik wie Ella Fitzgerald oder Etta James, aber auch Modernes wie Katy Perry, die zwar freche, aber echte und ehrliche Musik macht.

"Krone": Bist du selbst sehr ehrlich in deiner Musik?
Gomez: Es wird die richtige Zeit kommen, wo ich ehrlich sein werde, aber der jetzige Zeitpunkt ist noch nicht der richtige.

19.09.2013, 17:00
Robert Fröwein, Kronen Zeitung
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